Teyocoyani

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Offizielle Bezeichnung Teyocoyani (altes Náhualt-Wort, das „Menschengestalter“ bedeutet [forjador de personas]).
Land / Kontinent Nicaragua / Südamerika
Leitung des Instituts Von der Rotonda [Kreisverkehr?] Rubén Darío 150 m nach unten, Gebäude “El Ciprés”.

Postfach: Apartado Postal LM-131, Managua, Nicaragua.

Träger des Instituts Der Präsident der Leitung, derzeit José Argüello Lacayo
Finanzieller Träger des Instituts Nicht anwendbar.
Gründungsjahr 1990
Anzahl der Angestellten (Angestellte, Honorarkräfte, Freiwillige) 10
Mitarbeiter an Ihrem Institut 1 Priester, 1 Ordensfrau und der Rest Laien.
Kontakt Postfach: Apartado Postal LM-131

Managua, Nicaragua


Inhaltsverzeichnis

Angaben zu Ihrem Pastoralinstitut

Offizielle Bezeichnung

Teyocoyani (altes Náhualt-Wort, das „Menschengestalter“ bedeutet [forjador de personas]).

Leitung des Instituts

Von der Rotonda [Kreisverkehr?] Rubén Darío 150 m nach unten, Gebäude “El Ciprés”.

Postfach: Apartado Postal LM-131, Managua, Nicaragua.

Träger des Instituts

Der Präsident der Leitung, derzeit José Argüello Lacayo

Finanzieller Träger (Sponsor) des Instituts

Nicht anwendbar.

Vision / Leitbild

a) Vision: Erneuerte Kirche, die dem Aufbau des Reiches verpflichtet ist.

b) Mission: Die Laien-Führungskräfte in der Kirche Nicaraguas stärken.

Schwerpunkte der Arbeit

  1. Die Laien-Führungskräfte stärken.
  2. Christliche Leiter an der Basis zu „Bibelanimateuren“ in ihren Gemeinden aus- und weiterbilden, indem sie lernen, eine partizipative Methodologie zu benutzen und die Bibel im Bezug zu ihrer eigenen Realität zu lesen und zu interpretieren.
  3. Einen Wachstumsprozess in christlichem Glauben und Reflexion begleiten, auf der Suche nach sozialer Gerechtigkeit, Geschlechtergleichheit, Achtung der Schöpfung, gemeinschaftlicher Mitbeteiligung und der Entwicklung ausgehend von den marginalisierten Sektoren.
  4. Die christlichen Gemeinden und Gruppen der Landpfarren Nicaraguas begleiten mit einem Programm theologischer, biblischer und pastoraler (Aus)Bildung, die ihnen hilft, Subjekte ihres eigenen Entwicklungsprozesses auf Ebene von Gesellschaft und Gemeinde zu sein.

Adressaten der Arbeit (Kursteilnehmer[1])

  1. Die von uns initiierten Kurse suchen eine theologische (Aus)Bildung zu bieten für Laien, die als christliche Basisleiter als Leiter in Gemeinden der Landpfarren und in einigen städtischen Sektoren arbeiten. Unsere Kurse wenden sich hauptsächlich an die (Aus)Bildung von „Wort-Gottes-Delegierten“ [Delegados de la Palabra de Dios; Laien, die predigen, katechisieren usw.], Männer und Frauen, die auf dem Land eine entscheidende Rolle spielen in allem, was die integrale Entwicklung der örtlichen Gemeinden betrifft.
  2. In unserer sozioreligiösen Realität trägt die Aus- und Weiterbildung der christlichen Basisführungskräfte durch diese Kurse dazu bei, die Evangelisierung und die menschliche Förderung zu dynamisieren, ausgehend vom Evangelium und hin zu den christlichen Werten von Gerechtigkeit und Brüderlichkeit.

Gründungsjahr

1990.

Struktur des Instituts (Organisationsaufbau)

Vgl. das obige Organigramm:

Generalversammlung

Leitung

Präsident

                 Verwaltungsbereich                                                   Arbeitsequipe

Buchführer  Verwaltungssekretariat                                Verantwortlicher des Teams

                                         Fahrer                                          Beauftragte(r) für Planung

                                       Beauftragte(r) für Materialerarbeitung

Anzahl der Angestellten (Angestellte, Honorarkräfte, Freiwillige)

5 Vollzeitreferenten (capacitadores); 2 Honorarreferenten (capacitadores honorarios); 2 Personen in Verwaltungsaufgaben und 1 Fahrer.

Mitarbeiter an Ihrem Institut[2]

1 Priester, 1 Ordensfrau und der Rest Laien

Ausbildung der Mitarbeiter Ihres Instituts

Wir Referenten (capacitadores) haben Ausbildung in Philosophie, Theologie, Soziologie, Agronomie und Katechese; das Verwaltungspersonal in Buchführung, Sekretariat und Firmenverwaltung.

Fragen zur Arbeit Ihres Instituts

Welchen pastoralen Optionen fühlen Sie sich verpflichtet?

Unsere Option ist die Begleitung von Führungskräften der Gemeinden (Katechisten und „Wort-Gottes-Delegierte“) in ländlichen und halbstädtischen Gebieten – hauptsächlich campesinos –, die sich als kirchliche Führungskräfte in der sozialen Entwicklung ihrer Gemeinden engagieren.

Welche pastoralen Schwerpunkte (Akzente) setzt Ihr Institut?

Wir wirken wie transversale Achsen: die Bedeutung der Rolle der Laien in der Kirche und die Notwendigkeit ihrer (Aus)Bildung; die Familie als Nährboden von Haltungen und Werten; die soziale und gemeinschaftliche Dimension des Glaubens; die christliche Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung; die Förderung der Menschenrechte und der Anerkennung der Würde der Frau mit dem Ziel der Transformation der Beziehungen in Gesellschaft und Gemeinde.

Welche pastoralen Ziele verfolgt das Institut?

Erreichen, dass die Laien eine Protagonistenrolle in der Kirche Nicaraguas übernehmen und ihre soziale und politische Mission in Reife übernehmen.

Welche pastoralen Angebote bietet Ihr Institut?

  1. Kurse zur Einführung in die Bibel, Altes und Neues Testament.
  2. Pastorale Kurse über Berufung und Mission der Laien, Familie, Partnerschaft, Spiritualität der Menschenrechte, Bewahrung der Schöpfung, Frauen in der Bibel und die pastoralen Herausforderungen, die das Dokument von Aparecida für die Realität Nicaraguas bedeutet.
  3. Kurse zur Lehre der Kirche: grundlegende Themen über Kirche, Sakramente, Eucharistie und Katechese zum Credo.

Welche pastoralen Prozesse haben Sie in letzter Zeit angeregt oder begleitet?

Prozess der Aus- und Weiterbildung von Ausbildungsteams auf örtlicher, pfarrlicher und diözesaner Ebene.

Was bedeuten Ihre Angebote für den Bereich der Katechese, Diakonie und Liturgie?

  1. Liturgie: wir tragen dazu bei, den Inhalt der Predigten von Laien zu bereichern, indem wir eine Verbindung schaffen zwischen dem Wort Gottes und dem Leben (in Nicaragua liegt die Sonntagspredigt hauptsächlich in den Händen der Laien, da die überwältigende Mehrheit der Gemeinden keine Priester zur Verfügung hat, sondern einen „Wort-Gottes-Delegierten“ in diesem Dienstamt).
  2. Katechese: wir tragen dazu bei, den Inhalt und die Methodologie der vorsakramentalen Katechese in den Pfarren zu bereichern, wo wir arbeiten.
  3. Diakonie: wir haben erreicht, dass die Engagements der Laien in Gesellschaft und Gemeinde von ihrem Glauben her geschehen und durch ihn motiviert sind.

Welches Gottesbild inspiriert Ihre Arbeit?

Uns inspiriert ein naher, befreiender, solidarischer, liebender, barmherziger Gott, der will, dass wir wachsen und reifen, und der inmitten aller Geschehnisse des Lebens ist.

Inwiefern prägt christliche Spiritualität Ihrer Arbeit?

Wir könnten unsere Arbeit nicht auβerhalb der christlichen Spiritualität verstehen; wir haben uns den Verarmtesten verpflichtet, ausgehend von unserer Nachfolge Jesu. Es geht darum, auf die Schwächsten unserer Gesellschaft und der Kirche zu setzen.

Welche Prozesse nutzen oder entwickeln Sie, um die Realität zu analysieren? Wenn ja, wie werden diese erarbeitet und wie sind sie mit der Pastoral verbunden? Wie geben Sie diese Prozesse weiter?

Für jeden Workshop gehen wir von der Realität aus, von dem Thema her, das wir in ihm analysieren; wir planen die Thematik von den Situationen her, die die Teilnehmer individuell und gemeinschaftlich leben, und durch den pädagogischen Dialog fördern wir die kritische Analyse der wirtschaftlichen, politischen, sozialen und kirchlichen Aspekte und erhellen sie vom Glauben her.

Welche prophetischen Ansätze realisiert das Institut mit Blick auf die (Mit-) Gestaltung der Gesellschaft?

Wir realisieren eine kontext- und lebensbezogene Auslegung der Bibel, um den Teilnehmern zu helfen, sich bewusst zu werden, dass die Realität, in der wir leben (Umweltzerstörung, ungerechte Verteilung der Lebensgüter, Frauendiskriminierung, ungerechte Löhne, Korruption, Nichtachtung der Staatsbürgerrechte), dem Projekt Gottes widerspricht, das Jesus verkündet und gelebt hat.

Wie sieht die Arbeit des Instituts konkret aus? (Rahmenbedingungen? Publikationen? Kurse? Vorträge? Kongress?...)

Wir entwickeln interdiözesane und pfarrliche Kurse mit einwöchiger Dauer. Wir sind ein Wanderteam: wir besuchen die abgelegeneren Gebiete Nicaraguas, wo die von den Pfarren angebotenen Ausbildungszentren oft sehr unzureichendem Bedingungen bieten. Wir reisen in zwei Autos mit Allradantrieb auf sehr schlechten „Straβen“. Gelegentlich übernehmen wir auch Referententätigkeiten (für Pfarren, Diözesanversammlungen, Ordensleutekonferenz Nicaraguas) und halten auf Anfrage Vorträge über verschiedene Themen. Wir veröffentlichen regelmäβig Bücher und didaktische Folder, die eine groβe Lücke im Material zur Ausbildung von Laien in der Kirche Nicaraguas geschlossen haben.

Welche Zeitschriften, Periodika, Bücher, Handbücher, Arbeitshilfen, Methodenanleitungen etc. publiziert Ihr Institut?

Folder und Bücher mit Tausenden von Exemplaren, die innerhalb und auβerhalb Nicaraguas benutzt werden. Einige stehen auf unserer Webseite: teyocoyani.org.

Was betrachten Sie als das wichtigste Angebot Ihres Instituts?

Die Mission der Laien in Kirche und Gesellschaft und daher, in Bezug dazu, die Entwicklung des Themas der Partnerschaft und Familie aus einer Perspektive, die pastoral anziehend und erneuert ist, die auf neue Haltungen und Werte hin orientiert.

Wie evaluieren Sie die Arbeit Ihres Instituts?

In jeder pädagogischen Aktivität machen wir zusammen mit den Teilnehmern eine Evaluierung. Wie erarbeiten auch evaluierende und prozessuale Informationen über jeden Workshop. Auβerdem macht das Team jedes Jahr eine Evaluierung der geleisteten Arbeit, und wir rufen regelmäβig eine Expertin, die uns hilft, eine umfassendere Evaluierung des Echos und der Wirkung unserer Arbeit zu erstellen.

Was sind die derzeit wichtigsten Entwicklungen, mit denen Sie sich beschäftigen?

  1. Die (Aus)Bildung der Führungskräfte in den Gemeinden zu stärken, durch einen gradualen und systematischen Prozess mit einem Curriculum, das eine erste Etappe von drei Jahren (4 Kurse pro Jahr) und eine zweite Etappe von drei Jahren (2 Kurse pro Jahr) umfasst. Dazu kommt die Beteiligung an jährlichen Bibelintensivkursen mit interdiözesanem Charakter während drei Jahren (zwei pro Jahr).
  2. Örtliche Ausbildungsteams fördern.
  3. Die theologische Ausbildung unseres eigenen Personals für die Zukunft sicherstellen, damit die Arbeit von Teyocoyani weitergeht, wenn wir, die wir sie begonnen haben, uns zurückziehen.

Mit welchen Schwierigkeiten ist Ihr Institut bei seiner Arbeit hauptsächlich konfrontiert?

  1. Die Beständigkeit der Teilnehmer über mehrere Jahre hinweg erreichen.
  2. Das niedrige akademische Niveau, das sie haben, und die Situation der extremen Armut, aus der sie kommen.
  3. Häufige Wechsel von Pfarrern, die die Schulungsprozesse behindern, und das fehlende Bewusstsein bei einigen von ihnen bezüglich der Dringlichkeit der Ausbildung der Laien.

Welche Herausforderungen sehen Sie derzeit für Ihr Institut?

  1. Die theologische Ausbildung der Referenten (capacitadores), damit Teyocoyani sein Werk in der Zukunft fortsetzen kann.
  2. Örtliche, pfarrliche und diözesane Ausbildungsteams konsolidieren.
  3. Mit der Erarbeitung von didaktischen Material weitermachen.

Welche Hoffnungen, Träume und Visionen haben Sie für Ihr Institut?

  1. Dass in alle kirchlichen Schichten Nicaraguas das Bewusstsein für die Dringlichkeit der  theologischen Ausbildung der Laien einsickert.
  2. Dass unsere Arbeit beiträgt zur Konsolidierung einer partizipativeren, solidarischeren Kirche, die sich der sozialen Gerechtigkeit, der Versöhnung und der Bewahrung der Schöpfung verpflichtet.
  3. Dass wir alle, Mitglieder der Kirche, uns als Mitarbeiter am Aufbau des Reiches fühlen.
  4. Eine reife Laienschaft vom Glauben und von einer soliden christlichen Spiritualität her erreichen, die sich der Transformation Nicaraguas verpflichtet.

Inwiefern engagiert sich Ihr Institut bei der Förderung von Laien in der Kirche und in der Gesellschaft?

Wir widmen uns vollständig dieser Aufgabe, und das ist unserer Hauptzweck.

Wie kommunizieren Sie Ihre Erfahrungen und Ergebnisse in die jeweilige Ortskirche, in benachbarte Ortskirchen und anderen Adressaten (z.B. Ihnen verbundenen Institutionen)?

Den Bischöfen, die unsere Arbeit billigen, senden wir jährlich bebilderte Informationen, wir suchen auch persönliche Begegnungen, um die Prozesse zu kommunizieren, die wir leben; wir senden jährliche Rundbriefe an befreundete Institutionen und Pfarren.

Inwiefern gibt es eine Zusammenarbeit mit der Bischofskonferenz Ihres Landes bzw. Ihrem Bistum?

Wir arbeiten in konkreten Bistümern mit, insbesondere im Apostolischen Vikariat Bluefields und im Bistum Juigalpa. In den anderen Bistümern geschieht unsere Mitarbeit mehr auf der Pfarrebene.

Welche Vernetzungen bestehen auf nationaler Ebene?

Unter anderem das Netzwerk der Katechisten, die Jugendpastoral, der Pastoral der Migrantenbegleitung, Kindermissionswerk. Auch besteht die Ordensleutekonferenz Nicaraguas (CONFER).

Welche Vernetzungen bestehen auf internationaler Ebene?

Wir kennen keine.

Welche interreligiösen Kooperationen bestehen zu den nicht-christlichen Religionen?

Auf Nicaragua nicht anwendbar.

Welche ökumenischen Kooperationen bestehen zu den nicht-katholischen Kirchen?

Auf Nicaragua nicht anwendbar.

Mit welchen theologischen Zusammenschlüssen/ Vereinigungen sind Sie (persönlich oder als Institut) verbunden?

Derzeit stehen wir mit keinem in Beziehung.

Wie können wir Ihnen helfen bei Ihrem innerkontinentalen Austausch und Austausch zwischen den Kontinenten?

  1. Wir würden gern eine bebilderte Zeitschrift zur Verfügung haben, die den Erfahrungsaustausch zwischen uns ähnlichen Organisationen in anderen Breiten fördert.
  2. Begegnungen, Kontakte und Verbindungen zwischen Institutionen fördern, die ähnliche Arbeit machen.
  3. Die Publikationen bekannt machen, die an verschiedenen Orten erarbeitet wurden.



  1. Interessant wäre u.a., ob die Kursteilnehmer auf gemeindlicher, diözesaner oder überdiözesaner Ebene tätig sind und ob ihre Kurse von Priestern, Ordensleuten oder Laien besucht werden.
  2. Interessant wäre u.a., ob die Mitarbeiter des Instituts Priestern, Ordensleuten oder Laien sind.