Religionswissenschaftliches Institut - ISR

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Offizielle Bezeichnung Religionswissenschaftliches Institut
Land / Kontinent Uganda / Afrika
Leitung des Instituts P. Gérard Malherbe, M.Afr.
Träger des Instituts Das Religionswissenschaftliche Institut (ISR) in Bunia ist der Bischofskonferenz der Provinz von Kisangani (ASSEPKIS) untergeordnet als organische Instanz und Verwaltungsrat zugleich.
Finanzieller Träger des Instituts missio-Aachen.
Gründungsjahr 1966
Anzahl der Angstellten (Angestellte, Honorarkräfte, Freiwillige) 13
Mitarbeiter an Ihrem Institut Siehe unten.
Kontakt Diocèse de Bunia, RDC

c/o P.O. Box 134

Paidha W/N

Uganda

grdmalherbe@yahoo.fr


Inhaltsverzeichnis

Angaben zu Ihrem Pastoralinstitut

Offizielle Bezeichnung

Religionswissenschaftliches Institut

Leitung des Instituts

P. Gérard Malherbe, M.Afr.

Träger des Instituts

Das Religionswissenschaftliche Institut (ISR) in Bunia ist der Bischofskonferenz der Provinz von Kisangani (ASSEPKIS) untergeordnet als organische Instanz und Verwaltungsrat zugleich.

Die Bischofskonferenz von der Provinz Kisangani (ASSEPKIS) wird vom Erzbischof von Kisangani Mgr. Marcel UTEMBI geführt. Seine Anschrift lautet: B.P. 305, Kisangani;

Der Bischof von Bunia, Mgr. Dieudonné URINGI, ist der zuständige Bischof vor Ort: P.O.Box 134 Paidha Uganda.

Der Bischof von Isiro, Mgr. Julien Andavo, ist innerhalb des ASSEPKIS zuständig für die Bildungseinrichtungen (die philosophische Hochschule von Kisangani, die theologische Hochschule von Bunia und das Religionswissenschaftliche Institut ISR Bunia).

Finanzieller Träger (Sponsor) des Instituts

missio-Aachen. Lange wurde die Finanzierung von Missio-FONCABA (Bruxelles) mitgetragen. Foncaba hatte kein Interesse mehr an den pastoralen Projekte des Instituts und verlor mittlerweile ihre eigene Anerkennung als katholische Organisation.

missio-Aachen und –München leisteten einen gemeinsamen Beitrag bis 2007. Im Zuge der internen Reform (siehe den Brief von Missio geschrieben am 9.September 2007, erhalten in Bunia erst am 13. Mai 2011) wird die finanzielle Unterstützung für das gängige Funktionieren des ISR/Bunia allein von Missio-Aachen getragen.

Für besondere Projekte, z.B. Bau und Erweiterung der Priesterwohnung (Professoren und Ausbilder), für die Renovierung der Wiedereinrichtung des ISR nach dem Einbruch im Jahr 2003 haben wir finanzielle Hilfe von anderen Institutionen wie OPM (Rome) und Kirche in Not erhalten. Kirche in Not gibt immer noch jedes Jahr einen Teil der Messintentionen für die vier lehrenden Priester des ISR.

Vision / Leitbild

Die Diözesen schicken ihre Studenten für die katechetisch-pastorale Ausbildung, die sie befähigt, sich in der Katechese und in der Seelsorge einzubringen.

„Katecheten-Pastoren“ gibt es eigentlich nicht im Wortschatz der Katholischen Kirche. Sie wurde in der Provinz Kisangani geschaffen, einerseits um (in Bezug auf Katecheten) das Niveau zu unterscheiden, andererseits (in Bezug auf die Pastoren), weil viele ehemalige Studenten des Instituts - wie in der evangelischen Kirche - pastorale Verantwortungen übernehmen, die normalerweise für Priester reserviert sind.

Den Studenten, die von ihren Bischöfen und ihren Orden geschickt werden, wollen wir eine biblische, theologische und katechetische Kompetenz vermitteln, die sie befähigt, ihren Dienst in der Kirche zu verrichten und die erworbenen Kenntnisse Katecheten sowie Laien-Verantwortlichen weiterzuvermitteln.

Nach ihrer Ausbildung am ISR werden die „Katecheten-Pastoren“ von den Diözesen und Pfarrgemeinden als Religionslehrer in der Sekundarstufe oder als Leiter eines Pastoralfeldes (z.B. Katechumenat) oder sowohl als auch eingesetzt. Manche übernehmen priesterlose Gemeinden oder heranwachsende Gemeinden, wie z.B im Erzbistum Kisangani, viele Bistümer haben Katecheten-Pastoren in Diözesanstellen eingesetzt (Pastoralzentren, katechetische Zentren, Caritas-Entwicklung). Manch andere haben sich lieber für lukrative Aktivitäten entschieden, wobei die meisten weiterhin in ihrer Freizeit ehrenamtlich ihre Hilfe im kirchlichen Dienst anbieten.

Die Bischöfe der östlichen Provinz haben das religionswissenschaftliche Institut wegen des Priestermangels gegründet. Dennoch standen die Empfehlungen des Zweiten Vatikanums, Laien an der Verantwortung der Kirche mehr teilnehmen zu lassen, nicht im Widerspruch zu dieser Gründung. Kurzum: das Institut hatte die Aufgabe, Laien nicht nur für die Verrichtung katechetischer, sondern auch pastoralet Dienste zu befähigen.

Die Kirche Kongos braucht gut ausgebildete Laien, die gemeinsam mit ihren Priestern und in Gehorsam zu ihrem Bischof die große Verantwortung der Evangelisierung und der Weiterentwicklung des Gottes Volkes für das Wohl der Welt mitzutragen bereit sind. Durch die aktive Ausbildung des ganzen Menschen möchte das Institut sie darauf vorbereiten, selbst eine ganzheitliche Entwicklung des Menschen und des ganzen Menschen anzuleiten.

In ihrer Jahresversammlung im März 1985 hatten die Bischöfe gewünscht, dass das Institut auch Religionslehrer für die Sekundarstufe ausbildet. Deshalb hat das Institut ein Ausbildungsprogramm entworfen, das die Studenten zu Leitern, Begleitern, Ausbildern und Erziehern der Jugend des Landes, vor allem in der Sekundarstufe, befähigt.

Da das Institut Paare und ganze Familien aufnimmt, richtet sich die Ausbildung auch an die Ehefrauen der Studenten, damit die ganze Familie und ganz besonders die Ehepaare durch die Kurse und Aktivitäten zu Multiplikatoren (Sauerteig) der ganzheitlichen Entwicklung für das Wohl der Menschen - Jung wie Alt - werden.

  • Aufgabe, die ein Ausgebildeter übernehmen kann:

Pastor einer priesterlosen Gemeinde oder Filialgemeinde

Verantwortung für die Katecheten eines ganzen Bistums oder für einen Aufgabenbereich im Bistum.

Zuständig für die Ausbildung von Katecheten oder Verantwortlichen einer Gemeinde (CEV)

Religionslehrer in einer Grundschule

Begleiter und Leiter des Religionsunterrichts

  • Seine eigenen Aufgaben

Katechetischer Dienst

Pastoraler Dienst

Jugendpastoral

Ganzheitliche Entwicklungsarbeit

  • Wichtige Arbeitgeber der Ausgebildeten

Die Bistümer und die Pfarrgemeinden

Die katechetischen und pastoralen Ausbildungszentren

Nationale Erziehung

Entwicklungsinstitutionen (NGO, Caritas-Entwicklung, etc.)

Schwerpunkte der Arbeit

Da das ISR/Bunia von ASSEPKIS abhängig ist, entspricht sein Arbeitsfeld den Gegebenheiten der kirchlichen Provinz von Kisangani, welche wiederum die Ostprovinz der Demokratischen Republik Kongo umfasst. Nichtsdestotrotz hat ISR/Bunia Studenten von anderen kirchlichen Provinzen angenommen, nämlich von Kivu; da ähnliche Institute in diesen Provinzen entstehen, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass unser Institut in der Zukunft noch Studenten von anderen kirchlichen Provinzen aufnimmt.

Adressaten der Arbeit (Kursteilnehmer[1])

Die Mehrheit unserer Studenten sind verheiratete Laien und oft Eltern. Einige Ordensfrauen und –männer werden ebenfalls von ihren jeweiligen Gemeinschaften geschickt. Alle Studenten benötigen eine offizielle Empfehlung ihres Bistums.

Die Laienstudenten kommen für eine dreijährige Ausbildung unter Begleitung ihrer Frauen und Kinder, sie erhalten eine Unterkunft auf dem Gelände des Instituts und auf Wunsch ein Landstück zum (Gemüse-)Anbau für den eigenen Bedarf. Jeden Monat bekommen die Studenten eine finanzielle Unterstützung nach Berechnung der Zahl und des Alters der Kinder.

Die Studenten erhalten noch andere Leistungen: medizinische Versorgung, Schulgeld für die Kinder, Wasser- und Stromversorgung, Feuerholz etc., so dass sie sich unbesorgt der Ausbildung widmen können. Für das laufende akademische Jahr haben wir 26 Studenten, 4 verheiratete Studentinnen, 1 Ordensfrau und 106 Kinder (im Alter von 1 Monat bis 17 Jahren) auf unserem Gelände.

Noch ein wichtiger Hinweis: das Institut nimmt nicht nur eine Mehrzahl von verheirateten Männern auf, es kümmert sich auch seit 1966 um die Schulung ihrer Frauen, die nicht ausreichend ausgebildet sind, und es sind viele davon auf dem Gelände des Instituts. Ein ganzes Bildungsprogramm ist für sie entworfen worden, damit die Ehepaare einen Beitrag zur humanen und christlichen Entwicklung leisten können, wo auch immer sie sich befinden. Ein Gebäude dient zur Schulung der Mütter. Ebenfalls werden eine Kindertagesstätte und ein Kindergarten auf dem Gelände betrieben. Die älteren Kinder besuchen die Schule und die Oberstufe vor Ort. So haben die Eltern Zeit, um sich der Ausbildung zu widmen, da sie wissen, dass ihre Kinder gut versorgt werden.

Gründungsjahr

1966

1965 entschieden sich die Bischöfe der Kirchenprovinz von Kisangani zum Umbau einer diözesanen Schule (gebaut 1962 vom damaligen Bischof von Bunia, Mgr Alphonse Matthysen) zu einem Interdiözesanen Zentrum für pastorale und katechetische Ausbildung, welche in Oktober 1966 ihre Aktivitäten begann. 1966 wird daher als Gründungsjahr betrachtet.

Struktur des Instituts (Organisationsaufbau)

Leitungskommitee:

Rektor: P. Gérard Malherbe, M.Afr.

Akademischer Sekretär: P. Fernand Meitens, M.Afr.

Budgets- und Finanzverwalter: P. Firmin Zugasti, M.Afr.

Akademischer Rat:

Mitglieder des Verwaltungsrates (siehe oben).

Ernannte Lehrer am ISR (siehe Liste der Lehrer)

Verwaltungssekretär: Herr Sadhoc Ayibho.

Verwaltungsrat:

Versammlung der Bischöfe der Kirchenprovinz von Kisangani (welche den Rektor des ISR ggf. zur Frage des Instituts einlädt).

Anzahl der Angestellten (Angestellte, Honorarkräfte, Freiwillige)

4 Priester-Professoren, 3 Laien-Professoren, 1 Laie (evangelischer Konfession) als Verwaltungssekretär und Personalchef, fünf Angestellte für verschiedene Aufgaben: 1 in der Küche, 1 in der Wäscherei (für die Priestergemeinschaft), 1 für die Pflege des Geländes, Tagelöhner werden je nach Bedarf eingesetzt.

Mitarbeiter an Ihrem Institut[2]

Im Dienste der Ausbildung:

Abbé Malobi Léon, vom Bistum Bunia, Lizenziat Biblische Theologie, katholische Fakultät Kinshasa, Professor.

P. Malherbe Gérard, M.Afr. Lizenziat in Theologie (Kirchengeschichte) UCL, Prof. und Direktor, Bibliothekar.

P. Mertens Fernand, M. Afr Lizenziat in Katechese und Pastorale, Institut Lumen Vitae (Bruxelles), Zertifikat für Fortbildung, L.V., nationales und internationales Zertifikat des Lumko Institut (Bischofskonferenz Südafrikas), Prof. und akademischer Sekretär.

Herr Zugasti Firmin, M.Afr. Konferenzleiter, Budget- und Finanzverwalter.

Herr Ndrodza Zitono Jean Chrysostome, verheiratet und Familienvater, graduiert in Französisch-Latein ISR/Bunia, diplomiert von ISR/Bunia, diplomiert Religionslehrer Herr NDRODZA ZITONO Jean Chrysostome Educations and Pastoral Studies AMECEA P.I./G., Professor und Praktikumsleiter in der Primar- und Sekundarstufe.

Herr Olela Lukula Florent, verheiratet und Familienvater, Lizenziat in Psychologie UNIKIS Aktivitäten, diplomiert von ISR/Bunia, graduiert in Praktischer Theologie vom Institut Lumen Vitae (Bruxelles), Professor und Praktikumsleiter in den Primar- und Sekundarstufe.

Herr Muhindo Kambale Camille, verheiratet und Familienvater, Diplom von ISR/Bunia, graduiert in Praktischer Theologie des Instituts Lumen Vitae (Bruxelles), Professor und Praktikumsleiter in der Primar- Sekundarstufe.

Herr Aibho Sadhoc, verheiratet, Familienvater, Verwaltungssekretär und Personalchef.

Zuständig für die Ehefrauen:

Schwester Catherine Aseru, Dienerin Jesu, D4, Diplomiert von ISR/Bunia, ein Jahr Ausbildung in Katechese und Erziehung für Ausbilderinnen in Butare/Rwanda, Leiterin der Frauenschule.

Schwester Modestine Ndjaleve, Krankenschwester, A2 (ITM, Drodro).

Frau Evelyne Lonyoyo, diplomiert in Schneiderei A2, Lehrerin an der Frauenschule.

Herr Florent Olela Lukula (siehe oben), Lehrer an der Frauenschule

Auf der Krankenstation, im Kindergarten und Kindertagesstätte:

Schwester Modestine Ndjoleve (siehe oben).

Frau Sylvie Tokosa Eyenga, Erzieherin.

Frau Paskaline Nobikana, Babysitterin.

Ausbildung der Mitarbeiter Ihres Instituts

Siehe oben.

Fragen zur Arbeit Ihres Instituts

Welchen pastoralen Optionen fühlen Sie sich verpflichtet?

Bildung von lebendigen Kirchengemeinden (CEV), Gemeinde und Filialgemeinden lebendig gestalten, die Ausbildung von einfachen Katecheten und sonstige Pastoralmitarbeitern, katholischer Religionsunterricht in der Sekundarstufe. Dieses sind die fundamentalen Optionen der Bischöfe von ASSEPKIS, denen ISR/Bunia versucht nachzukommen.

Welche pastoralen Schwerpunkte (Akzente) setzt Ihr Institut?

Zur Zeit 9 Kirchenbezirke, 1 Erzbistum und 8 Bistümer unter der Leitung vom metropolitanischen Erzbischof von Kisangani, Mgr. Marcel Utembi.

Die Bischofversammlung von der Provinz Kisangani (ASSEPKIS) besteht zur Zeit aus: S.Exc. Mgr. Marcel UTEMBI, Erzbischof von Kisangani und Vorsitzender von l’ASSEPKIS.

S.Exc. Mgr. Richard DOMBA, Bischof von Dungu-Doruma.

S.Exc. Mgr. Etienne UNG’EYOQUN, Bischof von Bondo.

S.Exc. Mgr. Dieudonné URINGI, Bischof von Bunia.

S.Exc. Mgr. Joseph BANGA, Bischof von Buta.

S.Exc. Mgr. Julien ANDAVO, Bischof von Isiro-Niangara.

S.Exc. Mgr. Janvier KATAKA, Bischof von Wamba.

S.Exc. Mgr. Marcel UTEMBI, Apostolischer Administrator von Isangi.

S.Exc. Mgr. Sosthène AYAIKULI, Bischof von Mahagi-Nioka.

Welche pastoralen Ziele verfolgt das Institut?

Das Institut ISR/Bunia strebt hauptsächlich die ganzheitliche und spezifische Ausbildung von „Katecheten-Pastoren“ für die oben genannten Ziele N.I.5 an.

Welche pastoralen Angebote bietet Ihr Institut?

Die Bischofsversammlung ASSEPKIS war es, die die Gründung des Religionswissenschaftlichen Institutes beschlossen hat, von daher passt das Institut in das globale Programm der Provinz hinein.

Die Kirche braucht nicht nur einen Klerus, der aus den Seminaren hervorgeht, sondern auch gut ausgebildete Laien, die fähig sind, kirchliche Dienste in der Katechese und in der Pastoral wahrzunehmen, und das ist die Aufgabe, wozu ISR sich hauptsächlich verpflichtet. Durch das Praktikum nach der dreijährigen Ausbildung wird die praktische Kompetenz des Studenten vor der Diplomverleihung überprüft. Das Praktikum findet in der Gemeinde, in der Pastoral und in der Katechese statt, entweder im Schulwesen oder darüber hinaus und wird vom zuständigen Pfarrer und Schulleiter ausgewertet.

Die Tatsache, dass die Bischöfe ihre Kandidaten zum ISR schicken, ist ein Zeichen dafür, dass sie die Aktivitäten des Instituts schätzen und als eine Bereicherung ansehen.

Der soziale Kontext:

Durch die Weiterbildungskurse, die Vorträge und Anwendung der sozialen Analyse und die Auswertung von Projekten, durch die spezifische Ausbildung in der Schule für Mütter (für Frauen ohne D6), werden die Ehepaare des Instituts in ihrer Umgebung sicherlich einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung leisten.

Die Kirchenmitglieder:

Die vom Institut ausgebildeten „Katecheten-Pastoren“ werden selbst zu Ausbildern und geben ihre Kenntnisse an Katecheten, Religionslehrer und diverse Pastoralmitarbeiter sowohl in der CEV als auch in den Gemeinden weiter.

Anhänger anderer Religionen und Weltanschauungen:

Ökumene und Dialog der Religionen sind keine Prioritäten unserer Kirche. Immerhin durch den Islamkurs und angesichts der laufenden Ökumene in der Geschichte und die Auseinandersetzung mit den RTA (traditionelle afrikanische Religionen) in der Katechese sind die Katecheten-Pastoren mit dieser Tatsache konfrontiert.

Die Selbständigkeit der Lokalkirche oder der Religionsgemeinschaft:

Was das Personal angeht, steht das Projekt des ISR/Bunia gut da. Bezüglich der finanziellen Lage der Diözesen und Ordensgemeinschaften, die ihre Studenten schicken, hoffen wir, dass sich die Situation verbessert sobald unser Diplom vom Staat anerkannt wird, da die Katecheten-Pastoren als Religionslehrer in der Sekundarstufe bezahlt werden, während sie in ihrer Freizeit noch andere pastorale und katechetische Dienste in der Kirche verrichten können, wie es bereits der Fall bei vielen Kongolesen ist, ohne die die Gemeinden gar nicht funktionieren können.

Zurzeit ist der kongolesische Staat kaum in der Lage, die Mitarbeiter zu bezahlen. Dennoch wird diese Situation nicht ewig dauern, das Land wird sich weiterentwickeln und die Wirtschaft wird wachsen. Die Lehrer werden dann voraussichtlich ein ordentliches Gehalt erhalten und die Diözesen und Ordensgemeinschaften von dem profitieren, was sie einst in die Ausbildung ihrer Katecheten-Pastoren investiert haben.

Welche pastoralen Prozesse haben Sie in letzter Zeit angeregt oder begleitet?

Als Bildungsinstitution betrifft diese Frage ISR/Bunia nicht.

Was bedeuten Ihre Angebote für den Bereich der Katechese, Diakonie und Liturgie?

Im Bereich der Katechese ist ISR/Bunia zweifellos wirkungsvoll, da die Studenten eine spezifische Ausbildung erhalten, sowohl in der Schulkatechese als auch in der Weitervermittlung der erworbenen Kenntnisse.

Bezüglich der Diakonie sind die Studenten ebenfalls ausgebildet um die Weiterentwicklung der Gemeinschaften und des Landes sowie die pastorale und menschliche Sorge um die Armen, Kranken und Ausgestoßenen durchführen zu können.

In Bezug auf die Liturgie bereiten die Kurse und praktischen Anwendungen (Lieder, Predigten) die Studenten darauf vor, die verschiedenen liturgischen Dienste in der Abwesenheit des Priesters zu leiten (Sonntagsgottesdienst, Beerdigungsfeier, Aschermittwoch, Bittprozessionen etc.).

Welches Gottesbild inspiriert Ihre Arbeit?

Ehrlich gesagt haben wir diese Frage nicht erwartet. Unsere Vorstellung von Gott ist die der katholischen Kirche, der Glaube an einen einzigen Gott, Dreieinigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Die Satzung des ISR/Bunia besteht auf der Nachahmung (Nachfolge) unseres Herrn Jesus Christus.

Inwiefern prägt christliche Spiritualität Ihrer Arbeit?

Die christliche Spiritualität spielt keine vordergründige Rolle in einer Bildungsinstitution wie unserer. Dennoch räumt die vorgesehene globale Ausbildung im ISR/Bunia eine große Bedeutung für das geistliche Leben der Studenten ein: jeden Tag feiern wir die Laudes und die Messe (freiwillig, aber gut besucht), wir bieten ebenfalls Einkehrtage an Weihnachten an sowie dreitägige Exerzitien vor Ostern, Bibelteilen in Gemeinschaft (da die Gruppe nach den Einwohnervierteln verteilt ist).

Welche Prozesse nutzen oder entwickeln Sie, um die Realität zu analysieren? Wenn ja, wie werden diese erarbeitet und wie sind sie mit der Pastoral verbunden? Wie geben Sie diese Prozesse weiter?

Welche prophetischen Ansätze realisiert das Institut mit Blick auf die (Mit-) Gestaltung der Gesellschaft?

Wie sieht die Arbeit des Instituts konkret aus? (Rahmenbedingungen? Publikationen? Kurse? Vorträge? Kongress?...)

Die Arbeit des Institutes besteht aus den Unterrichtseinheiten und der allgemeinen Ausbildung.

Themen und Inhalte:

Lehre betreffende Kurse: Bibel, Theologie, Moral, Liturgie, Spiritualität, Geschichte und Glaube, Wissen und Glaube, Philosophie und Glaube.

Anleitung zur Weiterentwicklung: Einführung in die Persönlichkeitsentwicklung, CEV, Leitung von Gruppen, Familientreffen (praktische Übung), Religionssoziologie.

Weitervermittlung: Katechumenat, ADAP, Ehevorbereitung und Familiengestaltung, fundamentale Orientierungen der Katechese, Themen der Katechese, Religionsmethodologie, Schulkatechese, katechetische Malerei, Jugendreligionspsychologie, bibelinspirierte Textverfassung, Inkulturation, Geschichte der Katechese, Pastoralmethodologie, Buchführung, Audiovisualisierung, Gemeindeverwaltung, Afrika Synode, Religionsnachrichten.

Allgemeine Ausbildung: Kirchengeschichte, Anthropologie, Sakrale Musik, Islamologie.

Praktische Übungen: Religionsunterricht in der Grundschule, in der oberen und unteren Sekundarstufe, ADAP und Kreuzweg. Gestaltung der Gebete und Eucharistie (Lieder, Lesungen, Predigt).

Welche Zeitschriften, Periodika, Bücher, Handbücher, Arbeitshilfen, Methodenanleitungen etc. publiziert Ihr Institut?

Bis auf die Zeitschrift „Lien“ für die ehemaligen Studenten publiziert ISR nichts anderes. Die Bischöfe haben schon manchmal darum gebeten, dass die Predigten (ABC) veröffentlicht werden, aber das war nur sporadisch und hat nicht viel hervorgebracht.

Einige Professoren stellen ihren Unterrichtsstoff zusammen für die Studenten und andere Interessierte.

Manche Professoren haben persönliche Dokumente der Katechese, des Unterrichtswesens, der Kirchengeschichte und der Gestaltung der CEV und der Gemeinde publiziert.

Was betrachten Sie als das wichtigste Angebot Ihres Instituts?

Die Ausbildung der „Katecheten-Pastoren.“

Wie evaluieren Sie die Arbeit Ihres Instituts?

Auch wenn dies den Bischöfen nicht gefällt (da sie sich auf die Seminare konzentrieren wollen), die Mehrheit unserer Studenten sind Laien und wir hoffen, dass sie wichtige Dienste in der Kirche leisten können und vielleicht besser als manche Priester und Ordensleute (Kirchenamtsträger) es können, nämlich im Bereich der praktischen Inkulturation (nicht der theologische) und die Integration in das konkrete Leben der Menschen.

Was sind die derzeit wichtigsten Entwicklungen, mit denen Sie sich beschäftigen?

Mit welchen Schwierigkeiten ist Ihr Institut bei seiner Arbeit hauptsächlich konfrontiert?

Angesichts der Wirtschaftslage unseres Landes und der Bistümer – sehr arm- ist die größte Schwierigkeit die finanzielle Seite: wo das nötige Geld finden, die Schulden werden häufig nicht zurückgezahlt (die Diözesen sind dazu verpflichtet, die Fahrtkosten, die besondere medizinische Versorgung, die Bücher und Handbücher zu bezahlen).

Welche Herausforderungen sehen Sie derzeit für Ihr Institut?

Welche Hoffnungen, Träume und Visionen haben Sie für Ihr Institut?

Eine erste, große Hoffnung wäre, dass das Institut zukünftig in der Lage wäre, durch die lokalen Ressourcen finanziell unabhängig zu sein, und nicht mehr auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen zu sein. Aber dies ist eine sehr, sehr langfristige Hoffnung. Eine zweite Hoffnung: dass unser Diplom staatlich offiziell anerkannt wird (die so viel wert ist wie eine dreijährige Ausbildung für die Sekundarstufe und ein Praktikum). Trotz aller Verhandlungen seit 1994 ist es immer noch nicht genehmigt. Das jetzige Team von ISR/Bunia und die ASSEPKIS haben die Verhandlungen wiederaufgenommen und wir hoffen auf ein gutes Endergebnis.

Inwiefern engagiert sich Ihr Institut bei der Förderung von Laien in der Kirche und in der Gesellschaft?

Wie kommunizieren Sie Ihre Erfahrungen und Ergebnisse in die jeweilige Ortskirche, in benachbarte Ortskirchen und anderen Adressaten (z.B. Ihnen verbundenen Institutionen)?

Wir lassen jedes Jahr ASSEPKIS und missio-Aachen einen Jahresbericht zukommen.

Inwiefern gibt es eine Zusammenarbeit mit der Bischofskonferenz Ihres Landes bzw. Ihrem Bistum?

Welche Vernetzungen bestehen auf nationaler Ebene?

Keine

Welche Vernetzungen bestehen auf internationaler Ebene?

Keine

Welche interreligiösen Kooperationen bestehen zu den nicht-christlichen Religionen?

Keine

Welche ökumenischen Kooperationen bestehen zu den nicht-katholischen Kirchen?

Keine

Mit welchen theologischen Zusammenschlüssen/ Vereinigungen sind Sie (persönlich oder als Institut) verbunden?

-

Wie können wir Ihnen helfen bei Ihrem innerkontinentalen Austausch und Austausch zwischen den Kontinenten?

Durch Mittel, die uns hilfreich in unserer Arbeit sein können.


  1. Interessant wäre u.a., ob die Kursteilnehmer auf gemeindlicher, diözesaner oder überdiözesaner Ebene tätig sind und ob ihre Kurse von Priestern, Ordensleuten oder Laien besucht werden.
  2. Interessant wäre u.a., ob die Mitarbeiter des Instituts Priestern, Ordensleuten oder Laien sind.