Pusat Kateketik (PUSKAT)

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Offizielle Bezeichnung Pusat Kateketik
Land / Kontinent Indonesien / Asien
Leitung des Instituts Dr. C. Putranto, S.J.
Träger des Instituts Yayasan Pusat Kateketik.
Finanzieller Träger des Instituts Indonesische Provinz der Gesellschaft Jesu. (Indonesian Province of the Society of Jesus)
Gründungsjahr 1960
Anzahl der Angestellten (Angestellte, Honorarkräfte, Freiwillige) 26
Mitarbeiter an Ihrem Institut 5 Priester, 7 Laien.
Kontakt Jl. Ahmad Jazuli 2

YOGYAKARTA 55222

Tel: ++ 0274 – 3266

Fax: ++0274 66 695


Inhaltsverzeichnis

Angaben zu Ihrem Pastoralinstitut

Offizielle Bezeichnung

Pusat Kateketik

Leitung des Instituts

Dr. C. Putranto, S.J.

Träger des Instituts

Yayasan Pusat Kateketik.

Finanzieller Träger (Sponsor) des Instituts

Indonesische Provinz der Gesellschaft Jesu. (Indonesian Province of the Society of Jesus)

Vision / Leitbild

Beteiligung an dem Aufbau einer Kirche, die sich dafür engagiert, eine indonesische Gesellschaft zu schaffen, die gekennzeichnet ist von Respekt vor der Würde des Menschen. Das Institut ist bestrebt, kompetente Katecheten auszubilden, die dazu fähig sind den christlichen Gemeinschaften (Gemeinden, Diözesen) zu dienen sowie kompetente Religionslehrer in Schulen zu werden.

Schwerpunkte der Arbeit

Bildung und zu einem geringen Anteil Veröffentlichungen.

Adressaten der Arbeit (Kursteilnehmer[1])

Hauptsächlich junge Menschen, Gymnasiasten und Mitglieder von Instituten von Ordensgemeinschaften.

Gründungsjahr

1960.

Struktur des Instituts (Organisationsaufbau)

Das Institut gliedert sich in die beiden Bereiche des "Katechetischen Studienprogramms" sowie in das "Institut für katechetische Entwicklung".

Anzahl der Angestellten (Angestellte, Honorarkräfte, Freiwillige)

26.

Mitarbeiter an Ihrem Institut[2]

5 Priester, 7 Laien.

Ausbildung der Mitarbeiter Ihres Instituts

2 PhDs in Systematischer Theologie, 1 MA in Katechetik, 1 M.Ed. in Religionslehre, 6 MAs in Pädagogik oder Geisteswissenschaften, 2 Bachelors in Katechetik.

Fragen zur Arbeit Ihres Instituts

Welchen pastoralen Optionen fühlen Sie sich verpflichtet?

Das Institut hilft dabei, christliche/katholische Gemeinschaften aufzubauen, die wahrhaftig indonesisch sind, verwurzelt in den verschiedenen Kulturen des Landes, angeleitet von wirklich engagierten Laien und dabei vereint unter der Anleitung der Hierarchie.

Welche pastoralen Schwerpunkte (Akzente) setzt Ihr Institut?

Katechesen in Gemeinden und Religionsunterricht in Schulen.

Welche pastoralen Ziele verfolgt das Institut?

Das Institut möchte gute und kompetente tüchtige Katecheten bereitstellen und gleichzeitig kontinuierlich daran arbeiten, eine Katechese zu entwickeln, die zu den verschiedenen Situationen in Indonesien passt.

Welche pastoralen Angebote bietet Ihr Institut?

Regelmäßige Erweiterungs- und Bereicherungswochen oder Wochenenden für Feldkatecheten.

Welche pastoralen Prozesse haben Sie in letzter Zeit angeregt oder begleitet?

Unser Institut ist über die Jahre hinweg dafür bekannt, dass es neue Herangehensweisen in Katechesen initiiert, die sogenannten “Katekese Umat” (“Gemeinschaftskatechesen”) und “Katekese Memasyarakat” (“Katechesen, die wirklich an gesellschaftlichen Problemen orientiert sind und sich hiermit beschäftigen”). Diese sind eng miteinander verknüpft, da beide von den reellen Erfahrungen von Menschen ausgehen. Beide sind auf soziales Engagement gerichtet, um geeignete Antworten auf die “Zeichen der Zeit” zu finden.

Was bedeuten Ihre Angebote für den Bereich der Katechese, Diakonie und Liturgie?

Dieser Ansatz läuft gewiss entgegen der allgemeinen Richtung in der Katechese, die immer noch auf Katechismus von Peter Canisius basiert und hauptsächlich daraus besteht, Doktrinen zu erklären. Erfahrung erhält eine bedeutendere Rolle innerhalb des Glaubensprozesses durch die Sinnsuche im konkreten Leben.

Welches Gottesbild inspiriert Ihre Arbeit?

Dies impliziert eine dynamische Vorstellung von Gott, der eng in die Prozesse der Welt verwickelt ist. Keine Erfahrung in der Welt ist getrennt von der aktiven Präsenz Gottes, also ist die trennende Linie zwischen “dem Heiligen” und “dem Profanen” hier nicht sehr relevant.

Inwiefern prägt christliche Spiritualität Ihrer Arbeit?

Ein stark determinierender Einfluss geht von der Spiritualität des Heiligen Ignatius von Loyala aus, worin “Das Finden Gottes in Allem und das Finden von Allem in Gott” eines der operativen Mottos ist. Diese Spiritualität beeinflusst die Art und Weise, auf die das Institut seine Schüler sieht und behandelt, nämlich als Personen, die dazu berufen sind, ihre Persönlichkeit durch den Dienst an anderen zu vervollkommnen. Darüber hinaus versucht das Institut pradnva (Weisheit) und widya (Wissen) zu vereinen, so dass die Graduierten in der Lage sind “führendes Licht über den Glaubensweg anderer Menschen zu streuen” , wie es so schön in unserem Logo abgebildet ist.

Welche Prozesse nutzen oder entwickeln Sie, um die Realität zu analysieren? Wenn ja, wie werden diese erarbeitet und wie sind sie mit der Pastoral verbunden? Wie geben Sie diese Prozesse weiter?

Bislang haben wir als Institut keine Methode entwickelt, um die Realität zu analysieren. Allerdings beinhaltet unser Lehrplan soziale Herangehensweisen, wovon ein wichtiger Schritt beinhaltet, die Gesellschaft in ihrer antagonistischen Situation zwischen verschiedenen Interessen zu sehen, meistens auf Kosten der Armen und Ausgegrenzten. Diese Methode wird in verschiedenen pastoralen Prozessen angewendet, die in den Diözesen stattfinden: Beschreibung der Situation, vor allem im sozio-ökonomischen und sozio-politischen Rahmen, gefolgt von Tiefenanalysen von Experten, fortgesetzt durch die Begegnung mit einer dynamischen christlichen Tradition und abgeschlossen mit Aussagen zu konkreten pastoralen Aktionen.

Welche prophetischen Ansätze realisiert das Institut mit Blick auf die (Mit-) Gestaltung der Gesellschaft?

Das Institut gibt nicht an, einen prophetischen Ansatz für sich selbst gewählt zu haben; es stimmt den prophetischen Ansätzen der Indonesischen Bischofskonferenz bezogen auf verschiedene nationale Belange zu und unterstützt diese. Die jährlichen Pastoralen Briefe der Konferenz werden mit in das Unterrichtsmaterial aufgenommen.

Wie sieht die Arbeit des Instituts konkret aus? (Rahmenbedingungen? Publikationen? Kurse? Vorträge? Kongress?...)

Es beinhaltet regelmäßig organisierte Kurse für die Feldkatecheten; es gibt Publikationen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Parteien heraus, insbesondere mit der Katechetischen Kommission der Indonesischen Bischofskonferenz und dem Canisius Verlagshaus. Über viele Jahre hinweg hat das Institut Ideen vermittelt, als auch relevante Personen zur Verfügung gestellt für den quartalsweise gehaltenen Nationalen Katechetischen Kongress. Diese Kongresse sind für ihre starke soziale Orientierung in ihren Abschlussberichten und Empfehlungen bekannt.

Welche Zeitschriften, Periodika, Bücher, Handbücher, Arbeitshilfen, Methodenanleitungen etc. publiziert Ihr Institut?

Zweimal jährlich veröffentlicht das Institut Umat Baru (“Neue Menschen Gottes”), ein katechetisches Mitteilungsblatt. Es veröffentlicht auch Seri Puskat, eine Serie, die aus Schriften bezüglich verschiedener pastoraler Belange besteht. Es beteiligt sich daran, Schulbücher für katholischen Religionsunterricht zu schreiben - ein gemeinsames Projekt mit anderen Gruppen und ähnlichen Institutionen, normalerweise finanziert von der Regierung bzw. von dem Ministerium für Religionsangelegenheiten.

Was betrachten Sie als das wichtigste Angebot Ihres Instituts?

Bildung und Ausbildung von zukünftigen Katecheten.

Wie evaluieren Sie die Arbeit Ihres Instituts?

Am Ende des Semesters verbringen wir zwei oder drei Tage damit, unsere Arbeit auszuwerten. In diesen Prozess inbegriffen sind Inputs, die uns unsere Absolventen und Interessenvertreter geben.

Was sind die derzeit wichtigsten Entwicklungen, mit denen Sie sich beschäftigen?

Momentan beschäftigen wir uns die meiste Zeit über mit dem wachsenden Etatismus im Hinblick auf die formelle Bildung in Indonesien. Mithilfe verschiedener Regulierungen versucht die Regierung, tiefer in unsere Arbeit einzugreifen, so dass wir eine Menge Zeit damit verbringen, uns mit den verschiedenen bürokratischen Anforderungen – solche wie Akkreditierungen, Semesterberichte, etc. – auseinanderzusetzen.

Mit welchen Schwierigkeiten ist Ihr Institut bei seiner Arbeit hauptsächlich konfrontiert?

Die Hauptschwierigkeit, mit der das Institut jährlich konfrontiert ist, ist der finanzielle Bereich. Die Beiträge der SchülerInnen (Schulgeld) tragen dazu bei, dass wir etwas mehr als 50 Prozent unserer Kosten decken können. Der Rest muss immer von woanders herkommen. Nur wenige katholische, junge Menschen interessieren sich dafür, Katecheten zu werden. Also müssen wir jedes Jahr eine starke Werbekampagne durchführen, um junge Menschen von unserer Schule zu überzeugen. Wenn sich diese dann einschreiben, können wir sie nicht dazu verpflichten, hohe Schulkosten zu erbringen, da sie größtenteils der unteren Mittelklasse unserer Gesellschaft angehören.

Welche Herausforderungen sehen Sie derzeit für Ihr Institut?

Die derzeitige Herausforderung des Instituts besteht darin, neue, frische Ideen in Katechesen einzubringen und einen reibungslosen Prozess der Erneuerung der hauptamtlich Beschäftigten sicherzustellen.

Welche Hoffnungen, Träume und Visionen haben Sie für Ihr Institut?

Wir träumen von einem katechetischen Institut, das sehr gut von Schülern besucht ist, auf dem neuesten Stand ist, was die aktuellen Dinge der Katechese angeht, und dazu imstande ist, signifikante Untersuchungen zur Entwicklung der Katechesen durchzuführen.

Inwiefern engagiert sich Ihr Institut bei der Förderung von Laien in der Kirche und in der Gesellschaft?

Wie aus unserer vorigen Beschreibung unserer Vision und Arbeit hervorgeht, liegt der Hauptfokus unserer Aktivitäten auf Laien. Obwohl es eine gute Anzahl von Geistlichen/Ordensmitgliedern in unserer Schule gibt, ist das Programm in erster Linie für Laien gestaltet.

Wie kommunizieren Sie Ihre Erfahrungen und Ergebnisse in die jeweilige Ortskirche, in benachbarte Ortskirchen und anderen Adressaten (z.B. Ihnen verbundenen Institutionen)?

Wir verlassen uns zum großen Teil auf unsere Absolventen, dass sie unsere Erfahrungen weitertragen; sie sind gut über das ganze Land verteilt. Auch durch unsere Veröffentlichungen kommunizieren wir unsere Ideen.

Inwiefern gibt es eine Zusammenarbeit mit der Bischofskonferenz Ihres Landes bzw. Ihrem Bistum?

Das Institut wurde auf Anfrage der Bischofskonferenz im Jahr 1960 gegründet, bevor das Zweite Vatikanische Konzil begann. Seitdem war die Kooperation mit der Bischofskonferenz recht gut, und nicht selten wurde der leitende Sekretär der Katechetischen Kommission der Konferenz aus den Reihen unserer Mitarbeiter gewählt.

Welche Vernetzungen bestehen auf nationaler Ebene?

In Indonesien gibt es andere, ähnliche Institute, die in den letzten Jahren gegründet worden sind. Diese Institute haben auf nationaler Ebene eine Vereinigung gegründet, als Forum für Austausch und Zusammenarbeit. Es gibt noch Vieles, was man sich von dieser Vereinigung wünschen kann.

Welche Vernetzungen bestehen auf internationaler Ebene?

Bislang haben wir keine solcher Vernetzungen.

Welche interreligiösen Kooperationen bestehen zu den nicht-christlichen Religionen?

Die Gegenwart verschiedener religiöser Glaubensrichtungen in Indonesien kann bei dem Aufbau unseres Curriculums nicht ignoriert werden. Wir schließen darin die generelle Präsentation der Hauptreligionen des Landes mit ein, zusätzlich zu einem Kurs in Islamkunde, abgehalten von einem muslimischen Referenten. Zwar nicht regelmäßig, aber sehr häufig, luden wir Gruppen anderer Glaubensrichtungen ein, für Einheiten gemeinsamen Teilens und des Austausches. Wir wiederum besuchen auch ihre Orte, solche wie Tempel, religiöse Internate, Seminare, etc.

Welche ökumenischen Kooperationen bestehen zu den nicht-katholischen Kirchen?

Die Kooperation mit nicht-katholischen Instituten findet in der Form eines Austausches von Referenten statt. Einige unserer Lehrer aus dem Team unterrichten an ihren Instituten und andersherum.

Mit welchen theologischen Zusammenschlüssen/ Vereinigungen sind Sie (persönlich oder als Institut) verbunden?

Wir sind mit keiner theologischen Vereinigung des Landes verbunden, obwohl unsere Theologen in Diskussionen, Treffen usw., die von diesen Vereinigungen organisiert werden, involviert sind. Vor kurzem waren wir an den gemeinsamen Bemühungen verschiedener katholischer und nicht-katholischer theologischer Institute beteiligt, die darauf abzielen, einen Lehrplan über Religionen zu gestalten, der Schüler mit den nötigen Fähigkeiten ausstattet, um den Realitäten des religiösen Pluralismus in Indonesien zu begegnen. Dieses Projekt ist immer noch im Gange.

Wie können wir Ihnen helfen bei Ihrem innerkontinentalen Austausch und Austausch zwischen den Kontinenten?

Es ist sehr wünschenswert, dass das Projekt “Netzwerk Pastoral” sich in Richtung permanenter Strukturen entwickelt und Geldmittel aufbaut, die dabei behilflich wären, den interkontinentalen Austausch zu vereinfachen. Der Austausch, den wir meinen, ist nicht notwendigerweise der zwischen Professoren oder Schülern in erster Linie, sondern der von Material und Informationen, die für die Katechesen und Katecheten relevant sind. Selbstverständlich müssten diese Materialien in Anbetracht unseres entsprechenden Kontextes weiterbearbeitet werden. Mit der Entwicklung des Internets scheint dies keine ernsthaften Schwierigkeiten zu bereiten. Wir würden uns sehr freuen, wenn in naher Zukunft der Austausch von Professoren stattfinden würde.


  1. Interessant wäre u.a., ob die Kursteilnehmer auf gemeindlicher, diözesaner oder überdiözesaner Ebene tätig sind und ob ihre Kurse von Priestern, Ordensleuten oder Laien besucht werden.
  2. Interessant wäre u.a., ob die Mitarbeiter des Instituts Priestern, Ordensleuten oder Laien sind.