Nationales Soziales Katechetisches Ausbildungszentrum, Jessore

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Offizielle Bezeichnung National Social Catechetical Training Centre, Jessore (N.S.C.T.C.)

(Nationales Soziales Katechetisches Ausbildungszentrum, Jessore)

Land / Kontinent Bangladesch / Asien
Leitung des Instituts Fr. Pio Mattevi, Xavius Missionar
Träger des Instituts Katholische Diözese Khulna, Bangladesch
Finanzieller Träger des Instituts CBCB, die Katholische Bischofskonferenz, Bangladesch
Gründungsjahr 1937
Anzahl der Angstellten (Angestellte, Honorarkräfte, Freiwillige) 7
Mitarbeiter an Ihrem Institut Zurzeit und seit über 20 Jahren nur ein einziger Xaverius-Priester.
Kontakt Hazrat Borhan Shah Road

Jessore 7400

Bangladesh

Tel: 0421 – 68908

Mobile: 0171 – 2238623

nsctc@khulna.bangla.net

nsctc@btcl.net.bd


Inhaltsverzeichnis

Angaben zu Ihrem Pastoralinstitut

Offizielle Bezeichnung

National Social Catechetical Training Centre, Jessore (N.S.C.T.C.)

(Nationales Soziales Katechetisches Ausbildungszentrum, Jessore)

Leitung des Instituts

Fr. Pio Mattevi, Xaverius Missionar

Träger des Instituts

Katholische Diözese Khulna, Bangladesch

Finanzieller Träger (Sponsor) des Instituts

CBCB, die Katholische Bischofskonferenz, Bangladesch

Vision / Leitbild

Präambel: ‚Bis 1975 funktionierte das Katechetische Programm nach einer bestimmten Richtlinie, aber nach der Unabhängigkeitserklärung wurde es in „Katechetische Kommission Bangladeschs“ umbenannt und es wurde eine verkürzte Form der Konstitutionen von 1975 übergenommen. Ähnlich dem Biblischen Apostolat wurde es durch spezielle Komitees oder Programme weitergetragen. In der Neuorganisation der Bischöflichen Kommission und der Organisation von 2003, führte die Katholische Bischofskonferenz Bangladeschs das Katechetische und Biblische Apostolat als eine Kommission zusammen, welche sie „Bischöfliche Kommission für Katechetisches und Biblisches Apostolat“ nannte’ (EC-CBA) – (Verfassung im Jahr 2004 angenommen), Offizielle Adresse: Bischöfliche Kommission für Katechetisches und Biblisches Apostolat (EC-CBA) – CBCB Zentrum, 24/C, Asad Avenue, Mohammadpur, Dhaka – 1207, Bangladesch.

Ziele und Absichten: „Die Kommission zielt auf eine christliche Gemeinschaft ab, die sich wahrhaft im Wort Gottes offenbart und in der Lehre der Kirche hin zu einem reiferen christlichen Leben."

Schwerpunkte der Arbeit

Das Ziel, die Absichten und Tätigkeiten der Kommission sind:

das vor allem katechetische und biblische Apostolat der Kirche in Bangladesch zu unterstützen; die ertragreiche Umsetzung des „Katechismus der Kirche“ zu sehen (er wurde in Bangla übersetzt und 1999 veröffentlicht. Ebenso wurde das Katechetische Direktorium übersetzt und 2003 publiziert. Es sollte ausgearbeitet und schließlich als Nationaldirektorium Bangladeschs präsentiert werden); Programme zu katechetischen und biblischen Themen aufzubauen und zu fördern (GDC 1997); die lehrmäßige und moralische Bildung für das Leben der Gläubigen zu fördern und zu vereinfachen; die Katechese von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu fördern; den diözesanen katechetischen und biblischen Kommissionen oder ähnlichen Gruppen zu helfen, ihre relevanten Programme umzusetzen; die Umsetzung von Anweisungen bezüglich katechetischer und biblischer Normen der Kirche zu verfolgen und ihr zu assistieren (Verfassung der EC-CBA 2004); Lehrgänge zu katechetischen, biblischen und sozialen Themen für Gläubige zu organisieren; die Bibel in andere Sprachen zu übersetzen, sie zu veröffentlichen und zu verbreiten; katechetische und biblische Bücher, Literatur und andere Materialien und Hilfsmittel zu entwickeln, übersetzen und in Umlauf zu bringen, um ihnen eine neue Art von Anerkennung zu verschaffen; Übungen in Katechese und Bibelkunde für Katecheten und Ausbilder zu leiten; Kurse/Seminare für katechetische, soziale und biblische Ausbildung anzubieten und zu leiten; der Kirche in Bangladesch ein Katechetisches Direktorium bereitzustellen; im Anschluss an das Unterrichtsprogramm für biblische und lehrmäßige Themen und Diskussionspunkte nach Bedarf ein Zeugnis auszustellen; als beratendes Element für das Nationale Soziale und Katechetische Ausbildungszentrum Jessore zu handeln.

Etwas fehlt allerdings, die Lokale Kirche Bangladeschs, von dieser Konstitution drückt sich nicht sehr klar im Bezug auf Evangelisierung aus: Das Katechumenat und Mission ad Gentes erfährt keine Erwähnung.

Adressaten der Arbeit (Kursteilnehmer[1])

Jene, die in der Katechese involviert sind, Sozialarbeiter, Biblische Ausbildungsgruppen, darunter: Katecheten, Lehrer, Ordensschwestern, Priester, Sozialarbeiter, Laien für verschiedenste pastorale und soziale Erkenntnis.

Gründungsjahr

1937, die eigentliche Arbeit begann in den 1960er Jahren. Seit 1988 fand eine lange Periode der Umstrukturierung vom Diözesanen Sozialinstitut zum Nationalen Sozialen und Katechetischen Ausbildungszentrum statt, welches nach der Unabhängigkeit 1971 auch eine Ausweitung der Räumlichkeiten erfuhr.

Struktur des Instituts (Organisationsaufbau)

Der erste Schritt gestaltete sich durch die Versorgung der erzieherischen katechetischen und sozialen Probleme unserer Stadt. Der Katechet war stets die Hauptperson: Er war Leiter der Schule, kümmerte sich um Christen und war zusätzlich der Leiter im Bereich der Sozialen Arbeit mit den Menschen der Stadt.

Im zweiten Schritt (1988) wuchs das Institut und stellte sich für die Nutzung anderer Diözesen zu Verfügung, es wurde zum Nationalen Sozialen und Katechetischen Ausbildungszentrum Jessore unter der Leitung der Nationalen Katechetischen Kommission. Zu dieser Zeit wurden mehr Mitarbeiter benötigt: Zunächst arbeiteten 4 Xaverius-Priester im Institut: spezialisiert in Liturgie war Fr. Ernesto Luvie, in Bibelkunde Fr. Gianni Martoccia, in Katechese Fr. Marcello Storgato und im Islamischen Dialog Fr. Francesco Zannini. Sie alle absolvierten stets eine gute Arbeit. Zurzeit sind nur noch Fr. Marcello und ein einheimischer Priester, Fr. Albino Sarker, vor Ort.

Frauen äußerten stets ihre Befürwortung zur Integration von Ordensschwestern.

Anzahl der Angestellten (Angestellte, Honorarkräfte, Freiwillige)

Ich übernahm zu Ende des Jahres 1992 die Arbeit von Fr. Marcello Storgato und arbeitete mit Fr. Albino Sarker, der zwar ein wenig Erfahrung mit dem Nationalen Ausbildungszentrum hatte, trotzdem jedoch nicht ausreichend qualifiziert war. Ich besuchte von 1974 bis 1975 einen Lehrgang im EAPI in Manila, arbeitete in einer High School (St. Paul’s 1968-1973) und für über zehn Jahre in zwei Gemeinden, St. Joseph’s in Khulna und Bhabarpara.

Im Mai 1993 erweiterten zwei Ordensschwestern des Heiligen Kreuzes, Sr. Bruno (Amerikanerin) und Schwester Agnes Rozario (eine ortsansässige Studentin,) die Zahl unserer Mitarbeiter.

Auch Frau Joseph Biswas, die am Computer die Zeitschrift „Mongolbarta“ und verschiedene andere katechetische Hilfen und Bücher editiert, gehört zu unseren Mitarbeitern. Fr. Marcello veröffentlichte damals die einzige katechetische Zeitschrift in Bangla, über einige Jahre „Nuton Asha“ und schließlich „Mongolbarta“, die wir nun über einen Zeitraum von 20 Jahren publizieren.

Mr. Daud ist in der Zuteilung und am Verkaufstresen tätig. Mr. Komol Costa und in seiner Nachfolge Mr. Sontosh Mondol, kümmerte sich um die Übersetzungen in Bangla.

Wir beschäftigen zudem eine Hausangestellte für Küche, Reinigung, Garten etc. Sie steht unter Beaufsichtigung der Schwestern. Die Schwestern des Heiligen Kreuzes geben Unterricht in Basiswissen wie Bibelkunde und vor allem in Lehrmethoden für Lehrer und Katecheten.

Mitarbeiter an Ihrem Institut[2]

Zurzeit und seit über 20 Jahren nur ein einziger Xaverius-Priester.

Ausbildung der Mitarbeiter Ihres Instituts

Siehe Nr. 9 und 10.

Fragen zur Arbeit Ihres Instituts

Welchen pastoralen Optionen fühlen Sie sich verpflichtet?

Unser Institut durchlebte eine Entwicklung vom Diözesanen Katechetischen Pastoralzentrum zu einem Nationalen Zentrum. Nach dem zweiten Vatikanischen Konzil hatten wir unseren Plan bereits entwickelt. Unsere Aufgabe war es, die Arbeit umzusetzen und zu den Gläubigen vorzudringen, so wie das Zweite Vatikanum es vorgab. Das Konzil zeigt uns auf, welche Art von Kirche wir werden sollten. Mit großer Verspätung wurden die 16 Dokumente des Konzils im Jahr 1990 in Bangla übersetzt. Auch der Katechismus der Katholischen Kirche wurde übersetzt (1999). Für die liturgische Arbeit verwendeten wir als erstes Buch „Für die Katecheten“, mit Sonntagslesungen und Gebeten (Probhur Din – 1993); als erste Katholische Bibel wurde im Jahr 2000 die „Jubiläumsbibel“ in Bangla übersetzt. Das Gerneraldirektorium für Katechese wurde 2003 in Bangla herausgegeben. Im selben Jahr wurde auch die zweite Katholische Bibel „Mongolbarta“ in Bangla von Indien her auf den Markt gebracht. Das Kompendium des Katechismus der Katholischen Kirche wurde 2008 ebenfalls in Indien produziert.

Unser Institut gab im Jahr 2006 eine Serie von Katechismen (von C1.l. bis C1.X.) heraus. Diese Katechismen werden seit 2012 auch in Kalkutta gedruckt. Das Kompendium der Soziallehre der Kirche (2004) wurde 2010 ebenfalls übersetzt.

Dies war nur eine Aufzählung der wichtigsten Basisbücher, die auf unseren Vorschlag oder unsere Finanzierung hin produziert wurden. Hauptsächlich versuchten wir, den Lokalen Kirchen all das zu geben, was wir erreichen konnten und die Gewinne des Zweiten Vatikanischen Konzils weiterzugeben – auch wenn es ein langer und schwerer Weg war. Die Planung all dieser Aktivitäten stand bereits zu Anfang fest.

Welche pastoralen Schwerpunkte (Akzente) setzt Ihr Institut?

Bibel, Zweites Vatikanisches Konzil, Katechismus, Liturgische und Soziale Prinzipien – lokale Kultur, Soziallehre der Kirche. Mit all diesen Dingen die Lehrmethode (experimentelle – anthropologische Methode) für Katecheten und Lehre. Katechese geht der pastoralen Arbeit voraus.

Welche pastoralen Ziele verfolgt das Institut?

Wir möchten christliches und soziales Bewusstsein in Familien und der Gemeinde anregen, sie in Christlicher Glaubenslehre, Liturgie, Moral und Gebet (Biblisches Apostolat) unterrichten. Unser Volk soll mit anderen in Frieden leben. Wir möchten gute Beziehungen mit allen Völkern fördern.

Welche pastoralen Angebote bietet Ihr Institut?

Wir haben eine Reihe von Büchern gedruckt, um die Menschen beim Lernen zu unterstützen und ihnen zu helfen, die Kenntnisse zu erwerben, die für ein christliches Leben in Gemeinschaft nötig sind. Wir bestehen dabei auf die Bildung christlicher Familien, biblisches Gebet und Katechese für alle Gruppen, speziell für Erwachsene.

Welche pastoralen Prozesse haben Sie in letzter Zeit angeregt oder begleitet?

Zurzeit steht unser Zentrum unter der Nationalen Bischöflichen Kommission EC-CBA. Die Kommissionen haben keine Macht, immer ist die Zustimmung des Bischofs notwendig. Der Bischof von Chittagong, Rev. Patrick D’Rozaria, csc, (jetzt Erzbischof), schrieb im Jahr 2007 einen Brief an alle angrenzenden Schulen und pastorale Gruppen, die Catelettes (Bangla: Katechismus für Kinder und Jugendliche) zu unterrichten, und dies zeigte gute Früchte (vgl. Bercith „Mongolbarta“ Nr. 5, September – Oktober, S. 42ff.). Kein anderer Bischof hat bisher Ähnliches getan.

Wir drucken die katechetischen Bücher und stellen sie zur Verfügung.

Was bedeuten Ihre Angebote für den Bereich der Katechese, Diakonie und Liturgie?

In unserer Kultur hier ist niemand qualifiziert genug, eine Initiative ohne die Zustimmung der zuständigen Autoritätsperson (Bischof, Gemeindepriester…) zu starten. Wenn der Bischof es nicht „befiehlt“ so soll der Priester nichts unternehmen … ohne sich zu schämen. Der Priester sollte in seiner Diözese Katechese, Liturgie, Pastorales und Soziales Bewusstsein „leiten“.

Welches Gottesbild inspiriert Ihre Arbeit?

Als Missionsinstitut predigen wir von Jesus Christus, unserem Herrn. Unser Ziel ist es, sein Reich hier auf Erden für alle Menschen zu schaffen. Aktuell möchten wir die menschliche und göttliche Botschaft überbringen, die sich auf alle Aspekte des menschlichen spirituellen Lebens bezieht. Wir möchten Kirche bauen und eine gerechtere Gesellschaft erreichen, in der jeder als Bruder und Schwester gesehen und akzeptiert wird. Wir möchten die menschlichen Werte betonen, so dass jeder „mehr“ Mensch werden möge und bereit sei, Christus, dem Retter, Erlöser und Befreier gegenüber zu treten.

Inwiefern prägt christliche Spiritualität Ihrer Arbeit?

Unser Glaube an Jesus Christus ruft uns auf, uns gegenüber unserer Schwestern und Brüder aller Kontinente zu öffnen und ihnen zu berichten, dass Gott uns alle gleich schuf, und dass wir uns begegnen und lieben sollten. Menschliche Begegnung und ehrliche Liebe sind der Grundstein, mit ihnen über die große Liebe des Vaters zu sprechen. Wenn wir ehrlich lieben und zu den Menschen sprechen, werden sie uns zuhören und dem, was wir verkünden: unseren Glauben an Gott.

Welche Prozesse nutzen oder entwickeln Sie, um die Realität zu analysieren? Wenn ja, wie werden diese erarbeitet und wie sind sie mit der Pastoral verbunden? Wie geben Sie diese Prozesse weiter?

Die ersten Missionare der 50er Jahre erreichten das pure Evangelium (kerygma), sie hatten gute Ergebnisse und tauften jene, die glaubten. Im Lauf der Zeit realisierten wir, dass die Menschen „sich innerlich nicht veränderten“. Wir machten uns mit ihrer Kultur, Religion und dem Kastensystem vertraut und erkannten, dass es ein schwieriger Schritt sein würde, ihnen „wirklich“ zu helfen, sodass sie ihre Einstellungen ändern würden. Weil wir der alten Tradition folgten, die in der Zwischenzeit auf die Ortsansässigen übergegangen ist, haben wir noch keine neue Annäherung zu wirklicher und effektiver Evangelisierung entdeckt. Wir kümmern uns auf pastorale Weise um unsere Christen und dienen ihnen. In Zukunft werden sich die Mentalitäten wohl allmählich ändern, aber dies wird eine lange Zeit dauern. Dies alles wird die Frucht eines Prozesses sein, die wir selbst wahrscheinlich kaum noch erleben werden.

Welche prophetischen Ansätze realisiert das Institut mit Blick auf die (Mit-) Gestaltung der Gesellschaft?

Der Wandel der Gesellschaft wird von allen mitgestaltet, wir selbst können nicht viel tun, da wir nur eine Minderheit darstellen. Wir helfen dadurch, dass wir anbieten, was wir haben, was Christen haben: Glauben, Verehrung, Moral, die Heilige Schrift, soziale Veränderungen im Leben. Dieser „Wandel“ wird vor allem jene betreffen, die sich entschließen Christen zu werden, und weniger für andere.

Wie sieht die Arbeit des Instituts konkret aus? (Rahmenbedingungen? Publikationen? Kurse? Vorträge? Kongress?...)

In den letzten dreißig Jahren hat sich dieses Institut zu einer kleinen, aber funktionalen Institution entwickelt. In den Jahren 1988-1989 hatten wir die Möglichkeit, 120 Gäste für kurze Zusammenkünfte (wie z.B. die Mitglieder der Pastoralen Diözesanen Konferenz der Diözese Khulna, einige Lehrer weiterführender Schulen und einmal jährlich Grundschullehrer) zu betreuen.

Unsere Publikationen: Wir bringen seit dreißig Jahren zweimonatlich das katechetische Magazin „Mongolbarta“ in Bangla heraus. Unsere in Bangla veröffentlichten Bücher sind: die Bibel, Bibelkommentare zu den Evangelien, der Apostelgeschichte, den Briefen des Johannes, eine Einleitung in das Neue und Alte Testament, verschiedene Broschüren zur Bibel (Lehren), das Leben der Heiligen, Enzyklikas, Broschüren zum Katechismus, eine große Zahl katechetischer und biblischer Hilfen. Insgesamt sind dies über 100 Publikationen in Bangla. Diese Arbeit wird von einem Xaverius-Bruder, Fr. Silvano Garello, s.x. durchgeführt, der schon über zwanzig Jahre mit uns arbeitet. Er ist unser Verleger.

Unsere Kurse: Wir bieten 5 kleine Kurse, 12 Kurse mit einer Dauer von einer Woche und einen dreimonatigen Kurs für neue Katecheten. Vor einigen Jahren mussten wir leider einen einmonatigen Kurs für Frauen aus dem Programm nehmen, da er zu wenig Teilnehmer hatte.

Wenn darum gebeten wird, veranstalten wir in Gemeinden oder anderen Instituten kurze Kurse zu vielfältigen Themen.

Bis jetzt haben wir keinen großen Kongress organisiert, da dies sehr viel Geld erfordert.

Welche Zeitschriften, Periodika, Bücher, Handbücher, Arbeitshilfen, Methodenanleitungen etc. publiziert Ihr Institut?

Bitte lesen Sie hierzu Nr. 11 „Unsere Publikationen“. Ich möchte allerdings hinzufügen, dass wir jedem Kursteilnehmer ein Exemplar des Mongolbarta-Magazins oder ein Buch zu dem jeweiligen Thema zukommen lassen.

Was betrachten Sie als das wichtigste Angebot Ihres Instituts?

Wir versuchen, Gemeinden, Schulen, Lehrer und Laien in Führungspersonen mit dem Mongolbarta-Magazin zu erreichen. Wir publizieren Bücher und katechetische Hilfen verschiedener Art, dazu Poster und religiöse Lieder auf Kassetten und Cds und machen sie in Jessore und Dhaka zugänglich.

Zusätzlich unterrichten wir unsere Kursteilnehmer in den verschiedensten Themen (siehe dazu Nr. 11 „Unsere Kurse“) und verwirklichen auf Nachfrage unsere Angebote auch außerhalb des Instituts.

Wie evaluieren Sie die Arbeit Ihres Instituts?

Wir sagen uns, dass wir seit über 30 Jahren hart dafür gearbeitet haben, alles zu tun, was uns unter den Bedingungen und der Personalbegrenzung möglich war. Befreiung, ein neues Land und neue Erfahrungen.

Was sind die derzeit wichtigsten Entwicklungen, mit denen Sie sich beschäftigen?

Papst Benedikt XVI. veröffentlichte sein Nachsynodales Apostolisches Schreiben „Verbum Domini“ (Das Wort des Herren – November 2010). Mit der Synode begannen wir, ein neues Motto zu hören und zu verfolgen: „Neue Evangelisierung“. Wir sind erneut ausgesandt als neue Kirche, das Wort Gottes zu verkünden – die Auferstehung Jesu mit einer neuen Kraft des Heiligen Geistes zu verkünden.

Dies kann auch als Zeichen der Zeit verstanden werden. Wir bedauern, dass unser Glaube stärker und stärker werden sollte, und dass wir darauf bestehen sollten, dem Wort Gottes zuzuhören und es zu beten, indem wir es befolgen und es der Kirche von heute und allen anderen verkünden, sodass auch sie Christus erkennen.

Ich glaube, es ist die richtige Zeit, den Vorschlag des Biblischen Apostolats, Bibelgruppen in unseren Gemeinden und Subzentren und Institutionen zu gründen, in Betracht zu ziehen, damit sie hören, meditieren und das Werk Gottes praktizieren. Zu Anfang ist meiner Meinung nach die Lumkomethode passend…

Mit welchen Schwierigkeiten ist Ihr Institut bei seiner Arbeit hauptsächlich konfrontiert?

Wir hatten zunächst das Gefühl, potentielle Teilnehmer (Priester, Schwester, Katecheten, Lehrer, Laien,…) seien nicht interessiert, da wir nur wenige Bücher und katechetische Hilfen zur Verfügung stellen konnten. Aber daran liegt es wohl nicht, denn auch heute ist das Interesse gering. Wir benötigen ein inneres „Feuer“, um auf unsere Brüder und Schwestern zuzugehen und mit ihnen unseren Glauben und unsere Dienste zu teilen. Wir glauben, einen Moment des Stillstands, einen Mangel an Aktivität erreicht zu haben. Es gilt, nach vorne zu gehen.

Welche Herausforderungen sehen Sie derzeit für Ihr Institut?

Siehe dazu Nr. 15. Neue Evangelisierung ist für uns die aktuelle Herausforderung. Es gibt zwei katholische Bibeln in Bangla, die in der Liturgie verwendet werden: die Jubiläumsbibel und die Mongolbarta. Es existieren auch genug biblische Hilfen, um in ganz Bangladesch mit der Evangelisierung zu beginnen. Fr. Emmanuel K. Rozario, Professor im Priesterseminar ist auf nationaler Ebene für das Biblische Apostolat zuständig. Letztes Jahr (2011) fanden wir allerdings heraus, dass wir nicht genug finanzielle Mittel bereitstellen können, um unser Projekt zu finanzieren – nicht einmal ein Zweitagestreffen für 50 Leute auf nationaler Ebene ist möglich.

Im Januar 2012 boten wir im Institut einen Kurs für die zukünftigen Mitglieder der Bibelgruppen in der Khulna-Diözese an. Im April dann veranstalteten wir einen Auffrischungskurs in Bibelkunde und Biblischen Apostolat für die Katecheten der Diözese Khulna. Andere Tätigkeiten des Biblischen Apostolats finden in anderen Diözesen statt. Dies sind unsere Arbeit und unsere Herausforderung für die nächsten Jahre. Aus Rom bekommen wir eine 50%-Finanzierung für das SSCTC, aber keinerlei Unterstützung für das Projekt zum Biblischen Apostolat. Ein solches Projekt sollte von jeder Diözese (es gibt sieben Diözesen in Bangladesch) umgesetzt werden, um einen Beginn des Biblischen Apostolats zu ermöglichen. Es wird von einem diözesanen Komitee umgesetzt.

Wir könnten helfen, indem wir unsere Räumlichkeiten und Lehrhilfen zur Bibel zur Verfügung stellen.

Welche Hoffnungen, Träume und Visionen haben Sie für Ihr Institut?

Ich habe 15 Jahre lang (in zwei unterschiedlichen Zeitabschnitten) hier gearbeitet und viele Erfahrungen gesammelt. Die Früchte dieser Arbeit sind hoffentlich für meine Nachfolger zu sehen. Ich hoffe, dass dieses Institut auch weiterhin existieren wird, da ein großer Bedarf an Katecheten mit hinreichender Ausbildung und einem festen Glauben besteht, sodass die christliche Gemeinde in ihrem Glauben noch stärker wird. Ich habe keine Träume; harte Arbeit und Vertrauen in den Heiligen Geist sind notwendig.

Visionen… Es könnte passieren, dass wir Krisen bewältigen müssen; dafür brauchen wir Treue und Nähe zu unseren Christen. Ich glaube, wir haben eine gute Basis für die zukünftige Arbeit geschaffen.

Inwiefern engagiert sich Ihr Institut bei der Förderung von Laien in der Kirche und in der Gesellschaft?

Unser Institut hat einen informativen (nicht akademischen) Charakter. Wir akzeptieren alle Angemeldeten. Die meisten (einwöchigen) Kurse unseres Angebots werden für Laien abgehalten; dabei beschäftigen sie sich mit unterschiedlichen Themen wir zum Beispiel Bibelkunde, Glaube, Liturgie, Moral, Psalmen, Gebete, Exerzitien, Soziales Bewusstsein, Soziallehre der Kirche. Dieses Angebot hilft ihnen, die pastorale Arbeit der Kirche besser nachzuvollziehen.

Wie kommunizieren Sie Ihre Erfahrungen und Ergebnisse in die jeweilige Ortskirche, in benachbarte Ortskirchen und anderen Adressaten (z.B. Ihnen verbundenen Institutionen)?

Jeden Dezember senden wir eine Kopie unseres Programmes für das folgende Jahr an alle Diözesen, Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen in Bangladesch. Einen Monat bevor die Kurse stattfinden, senden wir eine erneute Erinnerung für die Ausbildungskurse, die wir auf nationaler Ebene anbieten.

Wir verschicken auch Berichte über spezielle Kurse wie z.B. den Auffrischungskurs oder die Exerzitienversammlung.

Auch für die dreimonatigen Kurse versenden wir einen Bericht und Evaluationen.

Inwiefern gibt es eine Zusammenarbeit mit der Bischofskonferenz Ihres Landes bzw. Ihrem Bistum?

Unser Institut untersteht der Bischöflichen Kommission EC-CBA (Katechese und Biblisches Apostolat). Es existiert ein Management-Komitee mit Mitgliedern aller sieben Diözesen, das sich zweimal im Jahr zur Berichterstattung, Finanzplanung und Budgetberatung versammelt. Darüber hinaus nehmen wir stets im Februar an den jährlichen Berichten der Sekretariate aller Bischöflichen Kommissionen der Bischofskonferenz teil. Wir stehen in besonderer Kommunikation mit den Bischöfen.

Welche Vernetzungen bestehen auf nationaler Ebene?

Es gab eine Webseite des Instituts, die allerdings nach drei Jahren gestohlen wurde. Seitdem habe ich es nicht bewerkstelligen können, eine neue Webseite einrichten zu lassen. Ich hoffe, dass ich in Zukunft auf einer solchen Seite wieder Programme, das Mongolbarte-Magazin und eine Liste der zur Verfügung stehenden Bücher aufstellen kann.

Welche Vernetzungen bestehen auf internationaler Ebene?

Da wir bisher nur Anfragen zu unseren Sprachdiensten in Bangla bekommen haben, bestehen solche Verbindungen nicht.

Welche interreligiösen Kooperationen bestehen zu den nicht-christlichen Religionen?

Es gibt eine Bischöfliche Kommission für interreligiösen Dialog. Im Institut bieten wir auch solche Dialog-Kurse mit Muslimen und Hindus an, in die wir zurzeit leider nicht sehr involviert sind, obwohl wir einige Broschüren zum Thema Dialog herausgegeben haben.

Welche ökumenischen Kooperationen bestehen zu den nicht-katholischen Kirchen?

Vergleiche Nr. 24. Diese Arbeit wird von einer anderen Bischöflichen Kommission durchgeführt.

Mit welchen theologischen Zusammenschlüssen/ Vereinigungen sind Sie (persönlich oder als Institut) verbunden?

Ich selbst hege keine solchen Kontakte, aber Fr. Silvano Garello s.x., pflegt Verbindungen mit Italien und anderen Ländern.

Wie können wir Ihnen helfen bei Ihrem innerkontinentalen Austausch und Austausch zwischen den Kontinenten?

Ich selbst habe keinen Überblick, über das, was für uns hier möglich wäre. Oft gehören wir einfach in eine andere Welt. Über Vorschläge wären wir dankbar.


  1. Interessant wäre u.a., ob die Kursteilnehmer auf gemeindlicher, diözesaner oder überdiözesaner Ebene tätig sind und ob ihre Kurse von Priestern, Ordensleuten oder Laien besucht werden.
  2. Interessant wäre u.a., ob die Mitarbeiter des Instituts Priestern, Ordensleuten oder Laien sind.