Kungoni Kunst- und Kulturzentrum

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Offizielle Bezeichnung Kungoni Kultur- und Kunstzentrum (Kungoni Centre of Culture and Art).
Land / Kontinent Malawi / Afrika
Leitung des Instituts P. Claude Boucher.
Träger des Instituts Dedza Diözese.
Finanzieller Träger des Instituts Missionare in Afrika.
Gründungsjahr 1976
Anzahl der Angestellten (Angestellte, Honorarkräfte, Freiwillige) 3 Führungskräfte und 30 Tagelöhner.
Mitarbeiter an Ihrem Institut Das gesamte Team besteht aus Laien - bis auf den Direktor, der Priester ist.
Kontakt Box 41, Mtakataka, Malawi Tel.: 09511884 / 09294320

www.kungoni.org


Inhaltsverzeichnis

Angaben zu Ihrem Pastoralinstitut

Offizielle Bezeichnung

Kungoni Kultur- und Kunstzentrum (Kungoni Centre of Culture and Art).

Leitung des Instituts

P. Claude Boucher.

Träger des Instituts

Dedza Diözese.

Finanzieller Träger (Sponsor) des Instituts

Missionare in Afrika.

Vision / Leitbild

Unser Ziel ist es, den Malawiern dabei zu helfen, das Verständnis und die Wertschätzung für ihre Kultur zu vertiefen, so dass sie hierdurch Gott in ihrem Leben erkennen können.

Schwerpunkte der Arbeit

Erhaltung der Kultur (Museum/Forschungszentrum), Erforschung der Kultur (Kunstgallerie/Tanzgruppe/Abhalten von Kursen/Schnitzen/Frauenzentrum).

Adressaten der Arbeit (Kursteilnehmer[1])

Unter den Menschen, die unsere Kurse besuchen, sind Geistliche, Priester, Jugendgruppen, Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen/Laien und Menschen aller Religionen und Glaubensrichtungen.

Gründungsjahr

1976.

Struktur des Instituts (Organisationsaufbau)

Das Tagesgeschäft wird vom Direktor überwacht. Es gibt eine Gruppe der „Freunde Kungonis“, die uns beraten und anleiten.

Anzahl der Angestellten (Angestellte, Honorarkräfte, Freiwillige)

3 Führungskräfte und 30 Tagelöhner.

Mitarbeiter an Ihrem Institut[2]

Das gesamte Team besteht aus Laien - bis auf den Direktor, der Priester ist.

Ausbildung der Mitarbeiter Ihres Instituts

Der Großteil des Teams hat den ersten und zweiten Schulabschnitt absolviert. Der Museumsführer besitzt Zertifikate über Computerkenntnisse und die Verwaltungskraft über Buchhaltung.

Fragen zur Arbeit Ihres Instituts

Welchen pastoralen Optionen fühlen Sie sich verpflichtet?

Welche pastoralen Schwerpunkte (Akzente) setzt Ihr Institut?

Kungoni möchte Menschen dabei helfen, ihre kulturellen Wurzeln wiederzuentdecken und ihnen aufzeigen, wie ihr Glaube in ihrem täglichen Leben wahrhaft lebendig gemacht werden kann. Wir fördern auch eine größere Interaktion zwischen den unterschiedlichen Religionen und Glaubensrichtungen.

Welche pastoralen Ziele verfolgt das Institut?

Welche pastoralen Angebote bietet Ihr Institut?

Es bietet eine Einführung in die lokale Kultur Malawis an. Wir erklären die Geschichte/das soziale Gefüge/die Kirchengeschichte und relevante kirchliche Dinge, die hilfreich für Menschen sein können, die gerade anfangen in Malawi zu arbeiten.

Diese Kurse sind insbesondere für Seminaristen/neu ankommende Priester und Schwestern/Freiwillige/Botschaften/Nichtregierungsorganisationen wichtig und hilfreich. Wir öffnen unsere Türen für Menschen aller Religionen und viele unserer Angebote schließen Menschen verschiedener Konfessionen mit ein. Wir verstehen Dialog als das Schlüsselelement für besseres Verständnis und Kooperationen in Malawi. Wir versuchen Verständnis auf verschiedenen Ebenen zu fördern z. B. durch tägliche Begegnungen, öffentliche Veranstaltungen und Zeremonien. Dies regt zu verschiedenen Arten der Teilnahme an Liturgien an, insbesondere in Verbindung mit der lokalen Kultur. Es fordert Menschen dazu auf, herauszufinden, wie eng die Liturgie mit der Kultur der Menschen verbunden sein kann. Es gibt eine Tanzgruppe, die regelmäßig auftritt und dadurch den Menschen die Schönheit ihrer Kultur aufzeigt und wie Gott in dieser Kultur gegenwärtig ist. Es ist eine Form der aktiven und dynamischen Katechese, die die Menschen dazu auffordert, zuzulassen, dass ihr Glaube wahrhaft in ihrer Kultur präsent ist und die Kultur in ihrem Glauben. Kungoni ist ein früher Fürsprecher des Respekts für die Umwelt und die Integrität der Schöpfung. Das Pflanzen von Bäumen und das Züchten von Tieren sind Mittel, um Menschen dabei zu helfen, die Schöpfung zu pflegen und ihren Zusammenhalt zu respektieren. Kunst ist schon immer ein Mittel, um spirituelle Gefühle auszudrücken. Kungoni ist einer der führenden Anbieter liturgischer Kunst in Malawi und darüber hinaus. Über Jahre hinweg hat es dabei geholfen, Kirchen zu dekorieren und Institutionen mit Kunst (Bildern/Schnitzereien/anderen Medien) auszustatten. Diese Kunstobjekte haben auch Christen angesprochen, darüber nachzudenken, wie ihre Kultur in ihrem Glauben ausgedrückt werden kann und sind eine Erinnerung an Gottes Pädagogik in der kulturellen Reise zum Christsein.

Welche pastoralen Prozesse haben Sie in letzter Zeit angeregt oder begleitet?

Was bedeuten Ihre Angebote für den Bereich der Katechese, Diakonie und Liturgie?

Welches Gottesbild inspiriert Ihre Arbeit?

Inwiefern prägt christliche Spiritualität Ihrer Arbeit?

Welche Prozesse nutzen oder entwickeln Sie, um die Realität zu analysieren? Wenn ja, wie werden diese erarbeitet und wie sind sie mit der Pastoral verbunden? Wie geben Sie diese Prozesse weiter?

Welche prophetischen Ansätze realisiert das Institut mit Blick auf die (Mit-) Gestaltung der Gesellschaft?

Der Ansatz Kungonis ist es, ein größeres Verständnis und eine größere Wertschätzung für die Malawische Kultur zu schaffen, in dem Sinne, dass Gott aktiv mit den Menschen gesprochen hat, durch ihre geschriebenen und mündlichen Formen der Tradition. Mit dem Fortschritt in der Entwicklung der Massenmedien und des Konsums hat Kungoni aufgefordert, zur lokalen Kultur zurückzukehren und dies als ein Mittel zu benutzen, um der gegenwärtigen Gesellschaft zu begegnen. Kungoni hat auch die Kirche aufgefordert mit der lokalen Kultur in einen Dialog zu treten, um dadurch die Evangeliumsbotschaft wahrhaftig in das Leben der Malawier zu verwurzeln.

Wie sieht die Arbeit des Instituts konkret aus? (Rahmenbedingungen? Publikationen? Kurse? Vorträge? Kongress?...)

Es veröffentlicht Bücher über lokale ethnische Gruppen und ihre Kultur und es vertritt ein Verständnis der Kultur, welches auf dem Evangelium basiert. Es produziert DVDs über lokale Rituale und Tänze. Angesprochen wird eine Reihe von verschiedenen Gruppen, die in Malawis Kultur eingeführt werden möchten. Dies beinhaltet auch das Abhalten von Kursen über die verschiedenen Rituale durch Videos und Tänze. Es gibt ein Forschungszentrum, das die Geschichte vieler kultureller Praktiken und Zeremonien gesammelt hat. Es gibt 20 Zimmer, in denen Besucher gerne ein paar Tage bleiben können. Ein Museum, das Geschichte und Artefakte über die drei ethnischen Hauptgruppen in Malawi-Ngoni/Chewa/Yao sammelt. Es gibt eine Arena für Tanzaufführungen und dergleichen. Ein Schnitzzentrum, das Schnitzer der Region bekannt macht, so dass sie ihre Talente entdecken können und einen Markt für ihre Produkte vorfinden. Eine Kunstausstellung, die es erlaubt, außergewöhnliche Kunstobjekte zu zeigen, die provozierend erscheinen und von der umgebenden Kultur geschätzt werden. Ein Frauenzentrum – dies erlaubt Frauen sich zu treffen und verschiedene Fähigkeiten zu erlernen, so dass sie daran teilhaben können, ihre Familien zu versorgen und ihre Kinder auszubilden.

Welche Zeitschriften, Periodika, Bücher, Handbücher, Arbeitshilfen, Methodenanleitungen etc. publiziert Ihr Institut?

Es veröffentlicht einen Kungoni Newsletter, der über das Zentrum und seine Aktivitäten informiert. Dieser wird zweimal jährlich herausgebracht. Es gibt einige kleinere Bücher, die dabei helfen den Inhalt des Museums zu verstehen und einen Einblick in die Umgebung Muas zu gewinnen. Es gibt auch eine Analyse über den ethnographischen und historischen Hintergrund jeder ethnischen Gruppe.

Was betrachten Sie als das wichtigste Angebot Ihres Instituts?

Wir bieten einen Raum dafür, dass Menschen sich treffen können und über die Kultur Malawis nachdenken, ihre Schönheit sowie ihren besonderen Wert in der gegenwärtigen Gesellschaft entdecken können. Es hilft Menschen dabei, ein tieferes Verständnis für ihre Kultur zu entwickeln und dies wiederum nährt ihren Glauben.

Wie evaluieren Sie die Arbeit Ihres Instituts?

Es gibt eine Gruppe der „Freunde Kungonis“, die sich jeden zweiten Monat trifft und hilft, die Arbeit zu evaluieren und einen Weg für die Zukunft aufzuweisen.

Was sind die derzeit wichtigsten Entwicklungen, mit denen Sie sich beschäftigen?

Sicherzustellen, dass all die Forschungen/Dokumentationen gesichert sind und gut erhalten werden. Das Frauenzentrum weiterzuentwickeln, so dass die Fähigkeiten und Märkte erweitert werden. Weiterhin mehr über die Chewa, Ngoni und Yao herauszugeben.

Mit welchen Schwierigkeiten ist Ihr Institut bei seiner Arbeit hauptsächlich konfrontiert?

Kompetentes und engagiertes Personal für die Arbeit im Zentrum zu gewinnen. Viele Aspekte der Arbeit mit Medien bedürfen qualifizierter Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Finanzielle Beschränkungen bedeuten, dass die Entwicklung der Arbeit des Zentrums eingeschränkt ist.

Welche Herausforderungen sehen Sie derzeit für Ihr Institut?

Welche Hoffnungen, Träume und Visionen haben Sie für Ihr Institut?

Dass junge Menschen lernen, ihre Identität wertzuschätzen und sie als ein wertvolles Werkzeug in ihrem Leben ansehen. Dass das Zentrum eine Alternative zu einer Gesellschaft anbietet, die für Konsum und Wettkampf wirbt.

Inwiefern engagiert sich Ihr Institut bei der Förderung von Laien in der Kirche und in der Gesellschaft?

Bis auf den Direktor, der Priester ist, sind alle anderen Menschen, die im Zentrum auf Vollzeitbasis engagiert sind, Laien. Alle Aktivitäten des Zentrums sind auf Laien ausgerichtet und fordern sie dazu auf ihre Talente auf positive Art zu nutzen.

Wie kommunizieren Sie Ihre Erfahrungen und Ergebnisse in die jeweilige Ortskirche, in benachbarte Ortskirchen und anderen Adressaten (z.B. Ihnen verbundenen Institutionen)?

Das Zentrum wird regelmäßig vom lokalen Klerus und anderen Kirchengruppen besucht. Andere Zentren kommen oft, um sich die Arbeit hier anzuschauen. Viele der Aktivitäten wurden auch im Fernsehen übertragen und auf nationaler Ebene gezeigt. Dies hat sich als sehr gut darin bewiesen unsere Botschaft den Kirchen/Zentren und Menschen anderen Glaubens zu verkünden.

Inwiefern gibt es eine Zusammenarbeit mit der Bischofskonferenz Ihres Landes bzw. Ihrem Bistum?

Wir werden oft angefragt, geschnitzte Objekte für die verschiedenen Kirchen oder bischöfliche Gelegenheiten herzustellen. Kungoni hat an liturgischen Zeremonien der Diözese teilgenommen, so wie an der Weihe einer der Bischöfe. Das Zentrum wird auch aufgesucht, wenn es um kulturelle Themen geht wie zum Beispiel die Hexerei.

Welche Vernetzungen bestehen auf nationaler Ebene?

Wir gehören Netzwerken der Suwon Katholischen Universitätsinstitute an und haben eine lose Kooperation mit anderen Instituten auf nationaler Ebene.

Welche Vernetzungen bestehen auf internationaler Ebene?

Welche interreligiösen Kooperationen bestehen zu den nicht-christlichen Religionen?

Es gibt eine reguläre Kooperation mit lokalen traditionellen Religionen, insbesondere bei ihren kulturellen Veranstaltungen. Menschen unterschiedlicher Konfessionen möchten mehr über die malawischen Religionen erfahren. Dies erlaubt es, einen regen Dialog zu führen und miteinander Fragen zu teilen. Wir haben auch Menschen, die mit uns arbeiten und unterschiedliche Glaubenserfahrungen gemacht haben. Dies schließt Tagelöhner und Freiwillige ein.

Welche ökumenischen Kooperationen bestehen zu den nicht-katholischen Kirchen?

Mit welchen theologischen Zusammenschlüssen/ Vereinigungen sind Sie (persönlich oder als Institut) verbunden?

Wie können wir Ihnen helfen bei Ihrem innerkontinentalen Austausch und Austausch zwischen den Kontinenten?

Zunächst wissen wir die Begleitung über die Jahre hinweg sehr zu schätzen. Unsere Anliegen sind immer angekommen. Wir geben zu, dass es noch viele Gebiete gibt, mit denen wir uns aufgrund finanzieller Einschränkungen bislang nicht auseinandersetzen konnten. Es wäre hilfreich zu wissen, welche Kriterien nun benutzt werden, um die Förderung von Projekten zu beurteilen. Vielleicht könnten wir Unterstützung für zukünftige Projekte erhalten. Wir benötigen immer qualifiziertes Personal im Bereich Medien/Computer. Es wäre hilfreich davon zu erfahren, wenn solche Menschen zur Verfügung stünden.


  1. Interessant wäre u.a., ob die Kursteilnehmer auf gemeindlicher, diözesaner oder überdiözesaner Ebene tätig sind und ob ihre Kurse von Priestern, Ordensleuten oder Laien besucht werden.
  2. Interessant wäre u.a., ob die Mitarbeiter des Instituts Priestern, Ordensleuten oder Laien sind.