Internationales katechetisch-pastorales Institut Lumen Vitae

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Offizielle Bezeichnung Internationales katechetisch-pastorales Institut Lumen Vitae.
Land / Kontinent Belgien / Europa
Leitung des Instituts Benoît Malvaux SJ.
Träger des Instituts Zivilrechtlich ist das Institut eine Abteilung des internationalen Studienzentrums der religiösen Erziehung (CIEFR) Lumen Vitae, in asbl vernetzt. Kanonisch gesehen ist es ein Werk der Jesuiten.
Finanzieller Träger des Instituts Hauptsächlich wird das Institut durch den Jesuitenorden finanziert.
Gründungsjahr 1957.
Anzahl der Angestellten (Angestellte, Honorarkräfte, Freiwillige) 7 Mitglieder des akademischen Rates werden vom Zentrum Lumen Vitae angestellt, 6 Mitglieder arbeiten freiwillig für das Institut.
Mitarbeiter an Ihrem Institut Fünf Mitglieder des akademischen Rates sind Jesuiten, zwei Diözesanpriester, eine ist Ordensfrau, fünf sind Laien.
Kontakt Institut International

Rue Washington, 184-186 B-1050 Bruxelles

P. Benoît Malvaux SJ

Tel: 0032-2-349 03 70

Fax: 0032-2-349 03 85

international@lumenvitae.be

www.lumenvitae.be


Inhaltsverzeichnis

Angaben zu Ihrem Pastoralinstitut

Offizielle Bezeichnung

Internationales katechetisch-pastorales Institut Lumen Vitae.

Leitung des Instituts

Benoît Malvaux SJ.

Träger des Instituts

Zivilrechtlich ist das Institut eine Abteilung des internationalen Studienzentrums der religiösen Erziehung (CIEFR) Lumen Vitae, in asbl vernetzt. Kanonisch gesehen ist es ein Werk der Jesuiten.

Finanzieller Träger (Sponsor) des Instituts

Hauptsächlich wird das Institut durch den Jesuitenorden finanziert. Wir erhalten ebenfalls finanzielle Unterstützung von manchen Klöstern und von Misereor für unser Entwicklungsprogramm. Bezüglich der Studiumstipendien werden wir besonders von Missio-Aachen unterstützt. Stipendien werden auch von «Kirche in Not» und Privatpersonen vergeben.

Vision / Leitbild

Die Statuten des ASBL beschreiben einige besonders wichtige Ziele von Lumen Vitae. So lautet der Artikel 3 der Statuten:

Ziel der Vereinigung ist es, die kulturelle und religiöse Bildung zu fördern. Die Vereinigung will diesbezüglich folgende Aktivitäten fördern:

  • Kurse zur Förderung dieser Bildung veranstalten;
  • Alle nützliche Dokumente sammeln, sich in jedem Studium engagieren;
  • Dokumente veröffentlichen und verbreiten unter der Bezeichnung «Éditions de Lumen Vitae»;
  • Tagungen, Wettbewerbe und Ausstellungen veranstalten bzw. daran teilnehmen.
  • Sich in jeder Erziehungsaktivität engagieren, vor allem im Rahmen der Weiterbildung;
  • Um dieses Ziel zu erreichen, richtet die Vereinigung eine besondere Aufmerksamkeit auf bedürftige Studenten, die sie materiell unterstützt.

Schwerpunkte der Arbeit

Die Schwerpunkte der Arbeit sind in einem internen Dokument folgendermaßen beschrieben:

Zur Weiterbildung beitragen und die Kompetenz der aus verschiedenen Lokalkirchen stammenden Mitarbeiter der Katechese, der Pastoral, der Entwicklung steigern.

  • Durch eine universitäre Bildung
  • Durch eine Erwachsenenpädagogik (Kurse und Seminare)
  • Durch einen interkulturellen Austausch und auf internationaler Ebene.

Instrumente zur Verfügung stellen, die eine theologische Reflexion der Situation, die Analyse der gelebten Situation und die Formulierung von Entwicklungsaktionen ermöglichen.

Den Zugang zu anderen sozialen, kulturellen, kirchlichen Wirklichkeiten sowie zu anderen Ansätzen bei der Heiligen Schrift, der Kirche, der Katechese etc, ermöglichen, damit sie befähigt werden, andere Evangelisierungs-, Gemeinschaftsgestaltungs-, und christliche Erziehungsformen zu entwickeln, die den Herausforderungen ihres kulturellen Herkunftsmilieus angepasst sind. (Gerechtigkeit, Säkularisierung, interreligiöser Dialog).

Ein Forschungszentrum für in der Kirche verantwortliche Mitarbeiter sein, in der wir eine praktische Theologie zur Evangelisation einsetzen, die in 3 Richtungen geht:

  • Ganzheitliche Förderung des Menschen.
  • Inkulturation in Katechese und Pastoral.
  • Intra- und Interreligiöser Dialog.

Indem dort eine geeignete Pädagogik entwickelt wird, in der die interkulturellen Dimensionen und der Erwerb einer Interpretationsfähigkeit wertgeschätzt werden.

Die Interaktion zwischen der belgischen Kirche und den Ortskirchen begünstigen.

Ein internationales Referenzzentrum in der Katechese und Pastoral werden.

Adressaten der Arbeit (Kursteilnehmer[1])

Das internationale Institut Lumen Vitae gewährleistet eine qualifizierte Ausbildung in Vollzeit. Diese Ausbildung richtet sich an Männer und Frauen – Laien, Priester, Diakone und Ordensleute – die auf unterschiedlichen Ebenen in der Kirche Verantwortung tragen (Pfarrgemeinde, Schule, Ordenskongregationen, Bistum, Entwicklungshilfeorganisationen, Medien…). Vorausgesetzt wird, dass diese in der Kirche Verantwortlichen bereits Erfahrungen gesammelt haben in der Pastoral, der Katechese oder im Bereich der Entwicklungshilfe.

Gründungsjahr

1957.

Struktur des Instituts (Organisationsaufbau)

Das internationale Institut wird von einem akademischen Rat von dreizehn Personen geführt. Dieser umfasst den Präsidenten des Zentrums Lumen Vitae, den Direktor des internationalen Instituts, den Direktor der Katechesenhochschule (nationale Bildungsabteilung des Zentrums), den akademischen Sekretär und die ordentlichen Professoren.

Anzahl der Angestellten (Angestellte, Honorarkräfte, Freiwillige)

Sieben Mitglieder des akademischen Rates werden vom Zentrum Lumen Vitae angestellt, sechs Mitglieder arbeiten freiwillig für das Institut.

Mitarbeiter an Ihrem Institut[2]

Fünf Mitglieder des akademischen Rates sind Jesuiten, zwei Diözesanpriester, eine ist Ordensfrau, fünf sind Laien.

Ausbildung der Mitarbeiter Ihres Instituts

Sieben Mitglieder des akademischen Rates haben einen Doktortitel in Theologie. Die fünf anderen haben eine theologische Ausbildung, die mindestens mit einem Diplom vergleichbar ist.

Fragen zur Arbeit Ihres Instituts

Welchen pastoralen Optionen fühlen Sie sich verpflichtet?

Das internationale Institut hat sich für die Sichtweise der praktischen Theologie entschieden.

Welche pastoralen Schwerpunkte (Akzente) setzt Ihr Institut?

Welche pastoralen Ziele verfolgt das Institut?

Die Priorität des Institutes ist die Ausbildung. Es bietet eine Erwachsenenpädagogik an. Sie richtet sich an pastorale Mitarbeiter, die über langjährige Erfahrungen verfügen. Diese Pädagogik hat das Ziel, aufgeklärte Christen auszubilden, fähige Mitarbeiter vor Ort und Zeugen des Evangeliums. Sie lässt sich in fünf Stufen aufteilen, die genau formuliert sind: sich gute Fragen stellen, ein Bündel von Methoden beherrschen, sich auf fundamentale theologische Referenzen stützen, das, was erlebt wurde, sich nochmals anschauen und persönlich aneignen; Zukunftsvisionen erarbeiten.

Welche pastoralen Angebote bietet Ihr Institut?

Welche pastoralen Prozesse haben Sie in letzter Zeit angeregt oder begleitet?

Das Institut bietet keine direkten Pastoralaktivitäten an. Jedoch üben viele der am Institut studierenden Priester während des zweiten Studienjahres ein Amt in der Gemeinde aus.

Was bedeuten Ihre Angebote für den Bereich der Katechese, Diakonie und Liturgie?

Unsere Ausbildung verfolgt das Ziel, eine generationsübergreifende Katechese zu fördern, in der die ganze christliche Gemeinde zugleich Vermittler als auch Adressat der Katechese wird. Wir versuchen auch, eine umfassende Pastoral zu fördern, in der es um die Bereicherung des Lebens geht, in einer Perspektive der gegenseitigen Bereicherung zwischen den Pastoralmitarbeitern und den Personen, an die sie sich richten. Die Liturgie des Instituts ist interkulturell. Diese Dimension der Bereicherung durch den internationalen Austausch ist auch sehr wichtig, weil wir Studenten aus aller Welt empfangen, vor allem aus Afrika, aber auch aus Asien und Lateinamerika.

Welches Gottesbild inspiriert Ihre Arbeit?

Der Inkarnationsaspekt des Gottessohnes ist für uns besonders wichtig. Wir glauben an einen Gott, der gekommen ist, um sich dem Menschen anzunähern und der sich auf vielfältige Art und Weise offenbart. In diesem Sinne sind unsere menschlichen Handlungsweisen ein authentischer Gottesort.

Inwiefern prägt christliche Spiritualität Ihrer Arbeit?

Die christliche Spiritualität vor allem die Ignatianische liegt unserer gesamten Ausbildung zugrunde. Austauschgruppen, in denen das eigene Leben reflektiert wird, werden den Studenten angeboten. Unser Programm beinhaltet verschiedene Spiritualitätskurse.

Welche Prozesse nutzen oder entwickeln Sie, um die Realität zu analysieren? Wenn ja, wie werden diese erarbeitet und wie sind sie mit der Pastoral verbunden? Wie geben Sie diese Prozesse weiter?

Neben einigen Kursen über die Analyse der sozialen Realität, welche unterschiedliche Methoden der Sozialuntersuchung, der Überprüfung der Erfahrung und der praktischen Analyse vermitteln, fordern wir die Studenten auf, ihre vergangenen Erfahrungen in Pastoral und Katechese zu überprüfen. Der erste Teil ihrer Abschlussarbeit besteht darin, dass sie die soziale Realität ihrer Herkunftsländer analysieren, indem sie eine bestimmte Schwierigkeit, mit der sie konfrontiert wurden, herausfinden und die Ursachen sowie die Auswirkungen auf ihre Pastoraltätigkeit erarbeiten. Seminare und andere individuelle Aktivitäten helfen auch den Studenten, die Herausforderungen der Gesellschaft zu erkennen, in der sie sich befinden. Manche Kurse gehen auf zeitgenössische Fragestellungen ein.

Welche prophetischen Ansätze realisiert das Institut mit Blick auf die (Mit-) Gestaltung der Gesellschaft?

Unsere Pädagogik versucht unter anderem, den Studenten zu helfen, Zukunftspläne zu erarbeiten. Wir helfen ihnen, die Zukunft zu überdenken und neue Wege der Pastoral, der Katechese und der Entwicklung zu gehen in der Überzeugung, dass der Herr selbst heutzutage noch in uns wirkt, um eine gerechtere und würdigere Welt für alle zu gestalten.

Wie sieht die Arbeit des Instituts konkret aus? (Rahmenbedingungen? Publikationen? Kurse? Vorträge? Kongress?...)

Das Institut gestaltet ein ganztägiges Ausbildungsprogramm (von 8h30 bis 16h15, manchmal bis 18h30). Die Ausbildung beinhaltet Kurse und Seminare sowie Gruppenarbeiten. Wir organisieren keine Tagungen mehr (die letzte war 2007 anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Institutes unter dem Thema «Glaubensvermittlung»).

Welche Zeitschriften, Periodika, Bücher, Handbücher, Arbeitshilfen, Methodenanleitungen etc. publiziert Ihr Institut?

Lumen Vitae besitzt zwei Publikationsabteilungen: die internationale pastorale und katechetische Zeitschrift Lumen Vitae, die vierteljährig herauskommt (in Bezug auf katechetische und pastorale Fragestellungen), eine weitere Publikationsabteilung, die ungefähr 25 Dokumente jährlich publiziert zur Katechese, zur Pastoral, zum Religionsunterricht, zum Bibelstudium etc.

Was betrachten Sie als das wichtigste Angebot Ihres Instituts?

Das wichtigste Angebot des Institutes besteht in der Ausbildung der Pastoralmitarbeiter für die Ortskirchen Afrikas, Lateinamerikas und Asiens.

Wie evaluieren Sie die Arbeit Ihres Instituts?

Den Rückmeldungen unserer ehemaligen Studenten zufolge hat ihnen die Ausbildung in Lumen Vitae genügend Arbeitsmittel mitgegeben, um ihre Missionsaufgaben zu gestalten mit einer neuen Perspektive, die geprägt ist von dem Bedürfnis, den Menschen mehr zuzuhören, in Teams zusammenzuarbeiten. Dennoch sind diese Orientierungshilfen nicht immer leicht umzusetzen, wenn die Leiter der Ortskirche nicht in diesem Sinne kooperieren.

Was sind die derzeit wichtigsten Entwicklungen, mit denen Sie sich beschäftigen?

Im Zusammenhang mit den Themen, die unsere Studenten ausgesucht haben, können wir einige relevante Herausforderungen benennen: das Verhältnis zu den Sekten und den wachsenden neuen religiösen Strömungen; die Suche nach einer finanziellen Selbstversorgung der lokalen Kirchen: der schwierige Umgang mit manchen traditionellen Glaubensauffassungen (Fetische, Hexen, etc.).

Mit welchen Schwierigkeiten ist Ihr Institut bei seiner Arbeit hauptsächlich konfrontiert?

Es gibt außer der Finanzierungsschwierigkeit des Institutes und dem Mangel an Priesterberufen in Europa die Schwierigkeit, einen entsprechenden Ansatz zu finden, mit dem wir den Studenten in ihrer konkreten Realität entgegenkommen können trotz aller kultureller Unterschiede. Es liegt uns selbst am Herzen, Ihnen Gehör zu schenken, um ihnen die entsprechende Hilfe zu geben.

Welche Herausforderungen sehen Sie derzeit für Ihr Institut?

Die Herausforderung eine richtige Multikulturalität aufrechtzuerhalten (da die meisten Studenten von Afrika kommen). Die Herausforderung einer Wissensvermittlung, die Studenten in ihren konkreten Situationen anspricht und ihnen hilft.

Welche Hoffnungen, Träume und Visionen haben Sie für Ihr Institut?

Ich hoffe, dass das Institut weiterhin ihre Rolle in der Ausbildung von Pastoralmitarbeitern wahrnimmt zugunsten der Ortskirchen, die ihre Hoffnung auf uns setzen.

Inwiefern engagiert sich Ihr Institut bei der Förderung von Laien in der Kirche und in der Gesellschaft?

Eines unserer Anliegen ist es, die Mitverantwortung in der Kirche zu fördern. In dieser Hinsicht laden wir Priester und Laien ein, über die baptismale Mitverantwortung und ihre jeweiligen speziellen Aufgaben nachzudenken.

Wie kommunizieren Sie Ihre Erfahrungen und Ergebnisse in die jeweilige Ortskirche, in benachbarte Ortskirchen und anderen Adressaten (z.B. Ihnen verbundenen Institutionen)?

Inwiefern gibt es eine Zusammenarbeit mit der Bischofskonferenz Ihres Landes bzw. Ihrem Bistum?

Wir sind in ständiger Verbindung mit einigen Bischöfen der Ortskirchen Afrikas. Kontakte zu den Ortskirchen Belgiens knüpft die Abteilung der katechetischen Hochschule, die mit dem Generalvikariat von Brüssel zusammenarbeitet.

Welche Vernetzungen bestehen auf nationaler Ebene?

Wir sind vernetzt mit den beiden Universitäten von Löwen und mit Missio Belgien. Unsere nationale Abteilung (ESC) unterhält Kontakt mit den Hochschulen, in denen Professoren der Religionswissenschaft der anderen französischsprachigen Diözesen Belgiens ausgebildet werden.

Welche Vernetzungen bestehen auf internationaler Ebene?

Wir haben gute Verbindungen zu gleichgesinnten Instituten in französisch sprechenden Ländern, insbesondere bei der Zusammenarbeit an der Zeitschrift (ISPC de Paris, Institut de Pastorale de Montréal, Université Laval …)

Welche interreligiösen Kooperationen bestehen zu den nicht-christlichen Religionen?

Welche ökumenischen Kooperationen bestehen zu den nicht-katholischen Kirchen?

Mit den nichtchristlichen Religionen sowie mit den nicht-katholischen Kirchen haben wir keinen Kontakt.

Mit welchen theologischen Zusammenschlüssen/ Vereinigungen sind Sie (persönlich oder als Institut) verbunden?

Mehrere Mitglieder der Lehrkraft gehören der Vereinigung europäischer Katechese an. Das Institut ist der Vereinigung der Universitäten und Hochschulen der Jesuiten Europas und des Libanons (ASJEL) angeschlossen.

Wie können wir Ihnen helfen bei Ihrem innerkontinentalen Austausch und Austausch zwischen den Kontinenten?

Vor ein paar Jahren haben Missio und Lumen Vitae ein Treffen mit Bischöfen und Theologen organisiert, um über die heutigen Bedingungen zur Ausübung des priesterlichen Dienstes nachzudenken. Es war eine schöne Initiative, in der Missio einen entscheidenden Beitrag geleistet hatte. Es wäre gut, ein derartiges Treffen in der Zukunft zu wiederholen.

Im Übrigen sind wir unendlich dankbar für die mehr als großzügige Hilfe, die Missio Aachen uns für die Stipendien gewährt.


  1. Interessant wäre u.a., ob die Kursteilnehmer auf gemeindlicher, diözesaner oder überdiözesaner Ebene tätig sind und ob ihre Kurse von Priestern, Ordensleuten oder Laien besucht werden.
  2. Interessant wäre u.a., ob die Mitarbeiter des Instituts Priestern, Ordensleuten oder Laien sind.