Institut Cooperativo Interamericano

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Offizielle Bezeichnung INSTITUT COOPERATIVO INTERAMERICANO

(Interamerikanisches Genossenschaftsinstitut, ICI)

Land / Kontinent Panama / Südamerika
Leitung des Instituts Avenida La Pulida, Corregimiento de Pueblo Nuevo, Ciudad de Panamá, República de Panamá
Träger des Instituts Präsident: Kardinal Oscar Andrés Rodríguez SDB

Rechtlicher Vertreter: Lizenziat Carlos Manuel Lee Vásquez

Finanzieller Träger des Instituts Scarboro Foreign Mission Society, Broederlijk Delen, Horizons of Friendship, Trocaire, CAFOD, CCFD TERRE SOLIDAIRE, ICCO (Holland), EED (Deutschland, Evangelischer Entwicklungsdienst)
Gründungsjahr 1967
Anzahl der Angestellten (Angestellte, Honorarkräfte, Freiwillige) 12
Mitarbeiter an Ihrem Institut Der Beitrag der Priester und Ordensfrauen ist hauptsächlich in der Leitung [Junta Directiva], aber punktuell erhalten wir die Unterstützung von einigen bei speziellen Themen, die angeboten werden.
Kontakt Avenida La Pulida, Corregimiento de Pueblo Nuevo, Ciudad de Panamá, República de Panamá


Inhaltsverzeichnis

Angaben zu Ihrem Pastoralinstitut

Offizielle Bezeichnung

INSTITUT COOPERATIVO INTERAMERICANO

(Interamerikanisches Genossenschaftsinstitut, ICI)

Leitung des Instituts

Avenida La Pulida, Corregimiento de Pueblo Nuevo, Ciudad de Panamá, República de Panamá

Träger des Instituts

Präsident: Kardinal Oscar Andrés Rodríguez SDB

Rechtlicher Vertreter: Lizenziat Carlos Manuel Lee Vásquez

Finanzieller Träger (Sponsor) des Instituts

Scarboro Foreign Mission Society

Broederlijk Delen

Horizons of Friendship

Trocaire

CAFOD

CCFD TERRE SOLIDAIRE

ICCO (Holland)

EED (Deutschland, Evangelischer Entwicklungsdienst)

Vision / Leitbild

VISION: „Wir sind eine Institution christlicher Inspiration, die wegen der Qualität ihre erzieherischen Dienste auβerordentlich gesucht ist, die zur Stärkung der lateinamerikanischen Sozialbewegung beigetragen hat und beisteuert zur Konsolidierung der Veränderungsprozesse, mit signifikanten Auswirkungen auf die Lebensqualität und die soziale Gleichheit.”


MISSION: „Beitragen zur integralen Erziehung von Frauen und Männern der lateinamerikanischen Sozialbewegung, damit ihre Organisationen Veränderungsprozesse stärken, die dazu dienen, ein Leben in Fülle, Reichhaltigkeit und Gleichheit in der Gesellschaft zu erreichen.”

Schwerpunkte der Arbeit

Aus- und Weiterbildung von popularen Führungskräften durch Workshops und Kurse.

Adressaten der Arbeit (Kursteilnehmer[1])

  • Männer und Frauen aus gesellschaftlichen und kirchlichen Bewegungen Lateinamerikas.
  • Führungskräfte (Männer und Frauen) der Kirchlichen Basisgemeinden Lateinamerikas.
  • Leiter der Genossenschaftsbewegung Lateinamerikas.

Unter den Teilnehmern sind Priester und Ordensleute, die mit Projekten sozialer Entwicklung zu tun haben.

Gründungsjahr

Die Arbeit beginnt mit dem ersten Kurs 1964, aber die rechtliche Konstituierung der Institution ist Mai 1967.

Struktur des Instituts (Organisationsaufbau)

Das Institut besitzt eine Leitung [Junta Directiva], die aus zehn Personen besteht, ihre Struktur:

Präsident: Kardinal Oscar Andrés Rodríguez Maradiaga SDB

Vizepräsident: Lizenziado Carlos Manuel Lee Vásquez

Sekretärin: Lizenziada Marinelda Varela Quirós

Schatzmeister: Thomas Walsh

Direktoren: Pater John Lynch SFM, Pater Ronaldo McDonnell SFM, Lizenziat Dora Arosemena B., Lizenziat Luis Vargas, Lizenziat Angela Rodríguez, Schwester Graciela Cervantes.

Im operativen Bereich ist es organisiert in einer Exekutivleitung, Verwaltungsleitung,  Erziehungsleitung, Erziehungsteam und Verwaltungsteam mit einer Gesamtzahl von zwölf Vollzeitpersonen.

Anzahl der Angestellten (Angestellte, Honorarkräfte, Freiwillige)

Vollzeitpersonal: 12 Personen

  • Teilzeitpersonal: 5 Personen
  • Externe Referenten (facilitadores), die die Workshops und Kurse punktuell unterstützen.
  • Freiwillige: 0 Personen

Das ganze Personal erhält ein Honor für die Arbeit, die es für die Institution leistet.

Mitarbeiter an Ihrem Institut[2]

Der Beitrag der Priester und Ordensfrauen ist hauptsächlich in der Leitung [Junta Directiva], aber punktuell erhalten wir die Unterstützung von einigen bei speziellen Themen, die angeboten werden.

Ausbildung der Mitarbeiter Ihres Instituts

  • Soziologie
  • Firmenverwaltung
  • Agronom
  • Anwalt
  • Sozialkommunikator
  • Sozialarbeiterin
  • Buchführung
  • Pädagogik

Fragen zur Arbeit Ihres Instituts

Welchen pastoralen Optionen fühlen Sie sich verpflichtet?

Obwohl die Institution kein eigentlicher Raum von Pastoralarbeit ist, kann man den Beitrag, den wir leisten, innerhalb der sozialen Dimension des Evangeliums verstehen, vor allem innerhalb der verschiedenen Ausdrucksformen der Sozialpastoral.

Welche pastoralen Schwerpunkte (Akzente) setzt Ihr Institut?

Unter Berücksichtigung des angegebenen säkularen Charakters der Institution können wir bezüglich seiner christlichen Inspiration folgendes erwähnen:

  • Der Aufbau von gerechten und gleichen Sozialbeziehungen. Inspiriert vom sozialen Lehramt her mithelfen, Bemühungen des „Gut lebens“ zu verwirklichen.

Welche pastoralen Ziele verfolgt das Institut?

Das Institut definiert innerhalb seiner Arbeit keine pastoralen Ziele, da es, wie angegeben, ein offener Raum der Aus- und Weiterbildung der Führungskräfte und Bürgerbewegungen ist.

Welche pastoralen Angebote bietet Ihr Institut?

Dieser Punkt ist auf den Charakter unserer Institution nicht anwendbar

Welche pastoralen Prozesse haben Sie in letzter Zeit angeregt oder begleitet?

Auf persönlicher Ebene habe ich die Sozialpastoral verschiedener Bistümer des Landes in Aus- und Weiterbildung unterstützt.

Auβer Beiträgen zur FEPAR (Ordensleutevereinigung) in der Ausbildung.

Was bedeuten Ihre Angebote für den Bereich der Katechese, Diakonie und Liturgie?

Die kirchlichen Organisationen, die an unseren erzieherischen Angeboten teilnehmen, haben die Gelegenheit, Elemente und Kriterien zu finden, die ihnen helfen, eine Arbeit zu realisieren, damit sie ausgehend von den konkreten Realitäten, in denen sie eingebettet sind, es erreichen [oder, aber dann fehlerhaft formuliert: ... helfen, ausgehend von den konkreten Realitäten, in denen sie eingebettet sind, eine Arbeit zu realisieren, die es erreicht], dass ihre pastoralen Antworten den Charakter einer Antwort auf die Notwendigkeit haben, Christen zu fördern, die sich der gesellschaftlichen Transformation verpflichtet wissen.

Welches Gottesbild inspiriert Ihre Arbeit?

Ein geschichtlicher, gegenwärtiger, durch Jesus offenbarter Gott, der die Bekehrten ermuntert, Agenten von Veränderung zu sein, Sauerteig, der fähig ist, alle Menschen und den ganzen Menschen zum Vater zu bringen.

Inwiefern prägt christliche Spiritualität Ihrer Arbeit?

Obwohl unsere Mitarbeiter nicht von ihrer Glaubenspraxis her ausgewählt werden, ist ein bedeutender Prozentsatz der Pastoralarbeit der jeweiligen Kirchen verbunden und lebt auf irgendeine Weise Erfahrungen von geistlichem Wachstum.

Welche Prozesse nutzen oder entwickeln Sie, um die Realität zu analysieren? Wenn ja, wie werden diese erarbeitet und wie sind sie mit der Pastoral verbunden? Wie geben Sie diese Prozesse weiter?

Es gibt nicht nur eine einzige Methode der Realitätsanalyse; deshalb sind wir bemüht, uns an die Information und Tatsachen anzunähern, um die Beziehungen zwischen den Tatsachen zu entdecken. Ausgehend von der Frage nach dem Sinn dessen, was wir analysieren wollen, für was wir die Analyse machen wollen und wie wir sie anpacken wollen. Wir verwenden fünf Analysemomente:

  • Erstes Moment: Erkundung des sozialen Subjektes
  • Zweites Moment: Analyse des Situationskontextes
  • Drittes Moment: Interpretieren, um zu verstehen
  • Viertes Moment: Integrale Vision der Gesellschaft
  • Fünftes Moment: Aktionsalternativen

Gemäβ des angegebenen Charakters unserer Institution, fällt [sie?] nicht in die Pastoralstruktur der Kirche, dieser Aspekt ist auf uns nicht anwendbar.

Welche prophetischen Ansätze realisiert das Institut mit Blick auf die (Mit-) Gestaltung der Gesellschaft?

Obwohl wir angegeben haben, dass die Institution keine ausdrückliche pastorale oder kirchliche Dimension hat, kann ich angeben, dass wir tatsächlich einen prophetischen Schwerpunkt haben, der unseren Absolventen hilft, die ethischen und sozialen Widersprüche der Gesellschaft, in der wir leben, zu entdecken (Anklage) und es zu schaffen, sich dem Aufbau einer Welt mit mehr Gleichheit und Gerechtigkeit zu verpflichten (Verkündigung), ausgehend von den Werten der Solidarität, der Achtung des anderen, der sozialer Gerechtigkeit und anderem mehr.

Wie sieht die Arbeit des Instituts konkret aus? (Rahmenbedingungen? Publikationen? Kurse? Vorträge? Kongress?...)

Die Institution hat einen jährlichen Kurs von 10 Wochen strukturiert, der drei  Dimensionen entwickelt:

  • Das Organisatorische
  • Das Methodologische
  • Das Menschliche

Der Entwurf dieses Kurses ist in 10 Workshops entwickelt, in denen mit den Assistenten folgende Aspekte vertieft werden:

  1. Verbaler und gestischer Ausdruck
  2. Kommunikation
  3. Organisatorische Elemente
  4. Persönliches Wachstum (Reife)
  5. Konfliktbewältigung
  6. Realitätsanalyse
  7. Ökologie und Umwelterziehung
  8. Organisatorielle Veränderung
  9. Planung
  10. Erziehung für die Transformation

Auβerdem führen wir 2 spezialisierte Workshops von jeweils 3 Wochen durch, die Themen gewidmet sind, um die Organisationen und Absolventen uns bitten.

Welche Zeitschriften, Periodika, Bücher, Handbücher, Arbeitshilfen, Methodenanleitungen etc. publiziert Ihr Institut?

Unter den Publikationen ist das vierteljährliche Bulletin, das über die durchgeführten Aktivitäten berichtet. Auβerdem haben wir Folder heraus-gegeben, die die spezialisierten Workshops unterstützen, unter ihnen: Friedens- und Konfliktkultur, Konfliktverhandlung und -vermittlung, Geopolitik des Wissens, Realitätsanalyse: ein methodologischer Vorschlag für die Interpretation, Verbaler und gestischer Ausdruck und andere mehr.

Was betrachten Sie als das wichtigste Angebot Ihres Instituts?

Die partizipative und populare Methodologie sowie die Wertschätzung der Beiträge aller Teilnehmer und ihrer Organisationen in den Ausbildungsprozessen, die wir anstoβen.

Wie evaluieren Sie die Arbeit Ihres Instituts?

Während der mehr als 40 Jahre ihrer Arbeit hat die Institution eine wichtige Anerkennung und Wertschätzung ihrer partizipativen Methodologie erlangen können, die Geltung bei unseren Absolventen und ihren Organisationen erreicht hat. Das Bewusstsein, dass das Wissen ein kollektiver Prozess ist, der gemeinsam konstruiert wird unter den „Referenten“ (facilitadores) und den Teilnehmern unserer Kurse und Workshops.

Was sind die derzeit wichtigsten Entwicklungen, mit denen Sie sich beschäftigen?

In den letzten Jahren haben wir den Schwerpunkt auf das Thema der staatsbürgerlichen Einwirkung und Beteiligung gelegt, was verstärkt hat, dass die Bewegungen und Organisationen die Bedeutung sehen, Veränderungen in ihrem sozialen Umfeld zu realisieren.

Mit welchen Schwierigkeiten ist Ihr Institut bei seiner Arbeit hauptsächlich konfrontiert?

Die hauptsächlichen Schwierigkeiten, mit denen unsere Institution konfrontiert sind, betreffen die Finanzierung der Arbeit, da die Institution keine Programme der Selbstfinanzierung hat, sondern sich durch den Beitrag oder das Sponsoring von Spendenwerken erhält, und die gegenwärtige Weltwirtschaftskrise hat einen direkten Einfluss auf viele der Werke, die unsere Programme unterhalten.

Welche Herausforderungen sehen Sie derzeit für Ihr Institut?

Die beschleunigten Veränderungen der Welt und der Übergang zu einem Epochenwechsel.

Welche Hoffnungen, Träume und Visionen haben Sie für Ihr Institut?

In der derzeitigen Periode arbeiten wir an einer neuen institutionellen Strategieplanung, und unter den Träumen und Visionen können wir die Absicht nennen, Sektoren der Kirche Lateinamerikas detaillierte Programme zur Verbreitung des sozialen Lehramtes zur Verfügung zu stellen.

Inwiefern engagiert sich Ihr Institut bei der Förderung von Laien in der Kirche und in der Gesellschaft?

In den mehr als 40 Jahren der Institution kommt ein hoher Prozentsatz der Teilnehmer unserer (Aus)Bildungsangebote aus kirchlichen, pfarrlichen oder diözesanen Bewegungen.

Wie kommunizieren Sie Ihre Erfahrungen und Ergebnisse in die jeweilige Ortskirche, in benachbarte Ortskirchen und anderen Adressaten (z.B. Ihnen verbundenen Institutionen)?

Wir unterhalten eine institutionelle Webseite, wo wir die relevante Information der Institution aktualisieren; wir veröffentlichen ein vierteljährliches Bulletin, das wir an unsere Datenbank verteilen.

Inwiefern gibt es eine Zusammenarbeit mit der Bischofskonferenz Ihres Landes bzw. Ihrem Bistum?

Direkt haben wir keine Beziehung mit der Bischofskonferenz auf institutioneller Ebene; jedoch gelingt es uns persönlich, als Referenten für punktuelle Aspekte des Rechts und der Soziallehre der Kirche unsere Kenntnisse beizusteuern.

Welche Vernetzungen bestehen auf nationaler Ebene?

Institutionell nehmen wir auf nationaler Ebene an keinem pastoralen Netzwerk teil.

Welche Vernetzungen bestehen auf internationaler Ebene?

Persönlich beteiligen wir uns an der Schaffung des Lateinamerikanischen Netzwerkes der christlichen Soziallehre.

Welche interreligiösen Kooperationen bestehen zu den nicht-christlichen Religionen?

Nicht anwendbar auf den Charakter unserer Organisation.

Welche ökumenischen Kooperationen bestehen zu den nicht-katholischen Kirchen?

Seit mehr als 20 Jahren unterhalten wir formale Kontakte mit EED (Organisation der Evangelischen Kirchen Deutschlands), diese [Plural = Kirchen] tragen zur Finanzierung unserer Arbeit bei.

Mit welchen theologischen Zusammenschlüssen/ Vereinigungen sind Sie (persönlich oder als Institut) verbunden?

Institutionell haben wir keine Verbindung mit theologischen Zusammenschlüssen, auf persönlicher Ebene sind wir aber mit dem Netzwerk der Institutionen verbunden, welche die Soziallehre der Kirche verbreiten in dem Bemühen, das Lateinamerikanische Netzwerk der christlichen Soziallehre (Red Latinoamericana de Doctrina Social Cristiana) zu schaffen. Unter den Institutionen, mit denen wir Kontakt halten, kann ich INDOSOC, CELDE nennen.

Wie können wir Ihnen helfen bei Ihrem innerkontinentalen Austausch und Austausch zwischen den Kontinenten?

Ich meine, dass eine [...] die Schaffung eines Netzwerkes, welches ein Raum für Erfahrungsaustausch wäre und wo man die von den verschiedenen Akteuren des Netzwerkes erreichten Kenntnisse teilen könnte, helfen wird, eine wichtige Kraft von Institutionen zu konsolidieren, die ein klares Bewusstsein ihrer Mission bei der Transformation dieser Welt haben.




  1. Interessant wäre u.a., ob die Kursteilnehmer auf gemeindlicher, diözesaner oder überdiözesaner Ebene tätig sind und ob ihre Kurse von Priestern, Ordensleuten oder Laien besucht werden.
  2. Interessant wäre u.a., ob die Mitarbeiter des Instituts Priestern, Ordensleuten oder Laien sind.