Ausbildungszentrum Nazaré

Aus Pastoral Global Wiki de
Wechseln zu: Navigation, Suche
Offizielle Bezeichnung Centro de Formacao de Nazaré (Ausbildungszentrum Nazaré)
Land / Kontinent Mosambik / Afrika
Leitung des Instituts Fr. Hugh Seenan (Afrikamissionar/ Mitglied der Weißen Väter)
Träger des Instituts Erzdiözese von Beira
Finanzieller Träger des Instituts Wir haben keinen finanziellen Träger. Missio und Manos Unidas finanzieren dieses Jahre Teile unseres Programms.
Gründungsjahr 1967
Anzahl der Angstellten (Angestellte, Honorarkräfte, Freiwillige) 19 Vollzeitangestellte, 6 Teilzeitbeschäftigte, 15 Ehrenamtliche
Mitarbeiter an Ihrem Institut Fr. Hugh Seenan MAfr., Leiter des Instituts, Fr. Fidel Salazar MAfr., Leitungsassistent, Bro. Konrad Millanzi MAfr., Alfredeo Manuel, Verwalter, Celestino Edmundo, Verwaltungsassistent, Joaquim Manuel, Katechet und Ausbilder.
Kontakt C.P. 8

Beira

Mosambik

nazarecfb@gmail.com


Inhaltsverzeichnis

Angaben zu Ihrem Pastoralinstitut

Offizielle Bezeichnung

Centro de Formacao de Nazaré (Ausbildungszentrum Nazaré)

Leitung des Instituts

Fr. Hugh Seenan (Afrikamissionar/ Mitglied der Weißen Väter)

Träger des Instituts

Erzdiözese von Beira

Finanzieller Träger (Sponsor) des Instituts

Wir haben keinen finanziellen Träger. Missio und Manos Unidas finanzieren dieses Jahre Teile unseres Programms.

Vision / Leitbild

Wir möchten christliche Ausbildung unterstützen und ihr einen Platz gewähren, zunächst in der Erzdiözese Beira und zweitens in der Gesamtkirche Mosambiks.

Schwerpunkte der Arbeit

Wir bieten Jugendprogramme, die auf unserem Boas Maneiras-Programm basieren, welches die besten traditionellen und modernen Werte im Licht des Evangeliums zu vereinen sucht: Taufvorbereitung, Firmvorbereitung, Jugendgruppen in der Gemeinde, Schulgruppen.

Für unsere ehrenamtlichen Katecheten bieten wir eine regelmäßige Ausbildung an. Auch Laien in Führungsposition von Gemeinden oder kleinen Gemeinschaften erhalten ein solches Angebot.

Einmal im Jahr findet die Theologische Woche statt, die von missio unterstützt wird, um theologische Bildung und Studien zu fördern.

Zudem bieten und planen wir Exerzitien.

Wir stellen anderen Gruppen Räumlichkeiten zur Verfügung, in denen sie ihre eigenen Bildungsprogramme durchführen können. Diese werden z.B. von Gruppen der Katholischen Universität, von Nichtregierungsorganisationen, der Caritas, Justitia et Pax etc. genutzt.

Einige der oben genannten Aktivitäten werden auch weiterreichend durchgeführt, so z.B. in Gemeinden und Gruppen, die in (bis zu 500km) großer Entfernung unseres Zentrums liegen.

Adressaten der Arbeit (Kursteilnehmer[1])

Die meisten unserer Kursangebote sind auf Laien abgestimmt, aber Priester und Ordensleute nutzen unser Zentrum für ihre eigenen Programme. Vor allem in der Theologischen Woche können wir eine hohe Teilnahme von Priestern und Ordensleuten aufweisen.

Unter den Jugendlichen sprechen wir hauptsächlich solche an, die sich auf eine Sakramentspendung vorbereiten oder in Gemeindegruppen engagiert sind. Ökumenische Schulgruppen, die zumeist von katholischen Schulen stammen, und Gruppen anderer Kirchen nehmen ebenfalls am Programm teil.

Hinzu kommen Laien in Führungspositionen von Gemeinden und kleinen Gemeinschaften.

An den Klausurtagungen und Exerzitien nehmen hauptsächlich Priester und Ordensleute teil.

Gründungsjahr

Ursprüngliche Gründung 1967, Neugründung nach der Verstaatlichung 1994.

Struktur des Instituts (Organisationsaufbau)

Siehe Organisationsschaubild

Anzahl der Angestellten (Angestellte, Honorarkräfte, Freiwillige)

19 Vollzeitangestellte, 6 Teilzeitbeschäftigte, 15 Ehrenamtliche

Mitarbeiter an Ihrem Institut[2]

Fr. Hugh Seenan MAfr., Leiter des Instituts, Fr. Fidel Salazar MAfr., Leitungsassistent, Br. Konrad Millanzi MAfr., Alfredeo Manuel, Verwalter, Celestino Edmundo, Verwaltungsassistent, Joaquim Manuel, Katechet und Ausbilder.

Ausbildung der Mitarbeiter Ihres Instituts

Fr. Hugh Seenan, Fr. Hugh Seenan B Sc (Hons) (Glasgow), PGCE, STB MA (MIL-Leuven), Fr. Fidel Salazar STB (Toulouse), Joaquim Manuel Catechist (Centro de Guiua-Inhambane).

Fragen zur Arbeit Ihres Instituts

Welchen pastoralen Optionen fühlen Sie sich verpflichtet?

Wir fühlen uns den pastoralen Optionen der Bischofskonferenz von Mosambik verpflichtet. Am bedeutendsten ist das Dokument der Diözesansynode von 2007.

Hinzu kommt die Inkulturation.

Welche pastoralen Schwerpunkte (Akzente) setzt Ihr Institut?

Jungenbildung, die versucht, traditionelle Werte und die Innovationen der Moderne im Licht des Evangeliums zu vereinen. Die Ausbildung ehrenamtlicher Katecheten und Laien in Führungspositionen der verschiedenen Ämter in Gemeinden und kleinen Gemeinschaften.

Theologische Aktualisierung und Bildung durch die jährliche Theologische Woche, spirituelle Klausurtagungen, Ausweitung zu den fernen Gemeinden und Gruppen unserer Erzdiözese – manche sind über 500km weit von Beira entfernt.

Der Punkt der Inkulturation betrifft alle oben genannten Themen.

Welche pastoralen Ziele verfolgt das Institut?

Ein Ressourcenzentrum der Erzdiözese für all jene zu formen, die in Nr. 2 genannt wurden. Innovationen im Bereich der Inkulturation.

Welche pastoralen Angebote bietet Ihr Institut?

Wir stellen einen Raum für Gemeindegruppen und Ordensgruppen zur Verfügung, die für ihre Bildungsprogramme zu uns kommen. Letztere werden entweder von uns oder von ihnen selbst organisiert.

Welche pastoralen Prozesse haben Sie in letzter Zeit angeregt oder begleitet?

Wir haben eine spezielle Bildung für Erwachsene angeboten, die sich an Ostern taufen lassen. Zusätzlich haben wir die Initiationsexerzitien von Jugendlichen übernommen – ein Versuch, eine parallele zu den Stammesinitiationen zu schaffen.

Was bedeuten Ihre Angebote für den Bereich der Katechese, Diakonie und Liturgie?

Inkulturation durchzieht unsere gesamte Arbeit.

Welches Gottesbild inspiriert Ihre Arbeit?

Uns begleitet das Bild eines Gottes, der liebt, vergibt und heilt und der seinem Volk nah ist. Ein Gott, den unsere nichtchristlichen Vorfahren bereits kannten.

Inwiefern prägt christliche Spiritualität Ihrer Arbeit?

Sie gestaltet unsere Arbeit durchgehend.

Welche Prozesse nutzen oder entwickeln Sie, um die Realität zu analysieren? Wenn ja, wie werden diese erarbeitet und wie sind sie mit der Pastoral verbunden? Wie geben Sie diese Prozesse weiter?

Unser Leitungsteam absolvierte Kurse zum „Umsetzungstraining“ und zusätzlich folgen wir dem Prinzip „Siehe, Urteile, Handle“. Jedes Jahr bieten wir mindestens drei dieser Umsetzungskurse an, die von der Gerechtigkeits- und Friedenskommission sowie von den weit entfernten Gemeinden organisiert werden.

Welche prophetischen Ansätze realisiert das Institut mit Blick auf die (Mit-) Gestaltung der Gesellschaft?

Wir achten genauestens auf die Arbeitsbedingungen und Löhne unserer Mitarbeiter. Wir besitzen einen Bauernhof und unterstützen stets die ortsansässigen Höfe.

Wie sieht die Arbeit des Instituts konkret aus? (Rahmenbedingungen? Publikationen? Kurse? Vorträge? Kongress?...)

Wir bieten Kurse für Gemeinde- und Diözesangruppen, eine jährliche Theologische Woche, deren Ergebnisse veröffentlicht werden. Wir unternehmen Besuche zu den entfernten Gemeinden von Beira, Exerzitien und Initiationstagungen. Wir ermöglichen unseren Kursteilnehmern eine schöne Umgebung mit gutem Essen und Lebensbedingungen und bieten unsere Räumlichkeiten zusätzlich anderen Gruppen an.

Welche Zeitschriften, Periodika, Bücher, Handbücher, Arbeitshilfen, Methodenanleitungen etc. publiziert Ihr Institut?

Wir publizieren jährlich die Ergebnisse der Theologischen Woche.

Was betrachten Sie als das wichtigste Angebot Ihres Instituts?

Unsere Jugendarbeit und die Programme.

Wie evaluieren Sie die Arbeit Ihres Instituts?

Wir veranstalten wöchentlich eine Evaluation der vorangegangenen Woche in unserem Zentrum. Zusätzlich findet eine jährliche Evaluation statt, die mit allen oben genannten Gruppen verbunden ist.

Was sind die derzeit wichtigsten Entwicklungen, mit denen Sie sich beschäftigen?

Die Übernahme der Initiationsexerzitien. Zusätzlich befinden wir uns in einer finanziellen Krise, sodass wir von den nichtkirchlichen Gruppen, die unser Zentrum nutzen, immer abhängiger werden (um die aus Europa kommende Finanzierung zu ergänzen). Wir bereiten uns außerdem darauf vor, die Leitung des Instituts in Zukunft an einen Diözesanpriester zu übergeben.

Mit welchen Schwierigkeiten ist Ihr Institut bei seiner Arbeit hauptsächlich konfrontiert?

Wir versuchen die Gemeindepriester zu überzeugen, ihre Gruppen zu uns zu senden. Die schwache finanzielle Lage der Gemeinden ist dabei ein Hindernis. Es fehlen qualifizierte Mitarbeiter und Kooperatoren.

Welche Herausforderungen sehen Sie derzeit für Ihr Institut?

Den Übergang von einem Institut, das von einer Missionsgemeinschaft geleitet wird, hin zu einer Leitung durch Diözesanpriester. Unser Erzbischof musste seine Arbeit aufgrund von Alterseinschränkungen niederlegen; er war uns stets eine große Hilfe. Die neuen Bischöfe und Priester sind anscheinend eher konservativ eingestellt, daher bleibt die Frage, wie der neue Erzbischof unser Institut einschätzen wird.

Wir müssen in naher Zukunft unsere exzellenten Laienmitarbeiter im Organisationsteam ersetzen, da sie auf die Rente zugehen.

Welche Hoffnungen, Träume und Visionen haben Sie für Ihr Institut?

Wir möchten die Jugend weiterhin ausbilden, da die Wirtschaftssituation mehr und mehr Laien-Führungskräfte fordert. Die erzdiözesanen Kommissionen werden hoffentlich in ihren vielen Bereichen mehr Programme in unserem Institut ausführen. Die Christlichen Inititationsexerzitien und Programme möchten wir fördern.

Inwiefern engagiert sich Ihr Institut bei der Förderung von Laien in der Kirche und in der Gesellschaft?

Sehr gut.

Wie kommunizieren Sie Ihre Erfahrungen und Ergebnisse in die jeweilige Ortskirche, in benachbarte Ortskirchen und anderen Adressaten (z.B. Ihnen verbundenen Institutionen)?

Durch die Teilnahme an den verschiedenen Kommissionen und Konferenzen der Erzdiözese, in der wir als Pastorale Kommission vertreten sind.

Inwiefern gibt es eine Zusammenarbeit mit der Bischofskonferenz Ihres Landes bzw. Ihrem Bistum?

Wir sind ein Institut der Erzdiözese und die Kooperation ist exzellent. Wir haben auch gute Beziehungen mit der Bischofskonferenz – sie veranstaltet einige Konferenzen in unserem Institut: Wenn eine überdiözesane Konferenz mit Priestern, Ordensleuten und Laien stattfindet, gebrauchen sie oft unsere Räumlichkeiten (dank unserer Ausstattung und der zentralen Lage). Wir wurden auch gebeten, an der Entwicklung eines nationalen Katechismus mitzuwirken.

Welche Vernetzungen bestehen auf nationaler Ebene?

Lockere Verbindungen mit der Bischofskonferenz und eine schwache Bindung zu den anderen Pastoralzentren in Nampula und Inhambane.

Welche Vernetzungen bestehen auf internationaler Ebene?

Durch die Weißen Väter sind wir mit anderen Zentren verbunden: Fenza in Lusaka (Sambia), Kanengo in Lilongwe (Malawi) und Kungoni in Mua (Malawi).

Welche interreligiösen Kooperationen bestehen zu den nicht-christlichen Religionen?

Mit dem Islam und anderen Weltreligionen gibt es kaum Kooperationen, obwohl wir zum Thema „Interreligiöser Dialog“ einen Muslimen zu unserer Theologischen Woche eingeladen hatten. Wir haben gute Verbindungen zu den lokalen Leitern der traditionellen Religion. Als wir vor zwei Jahren den erzdiözesanen Friedhof hier in Nazare eröffneten, luden wir sie ein, traditionelle Eröffnungsriten vor unseren katholischen durchzuführen.

Welche ökumenischen Kooperationen bestehen zu den nicht-katholischen Kirchen?

Es bestehen nur wenige Kooperationen. Wir laden die anderen Konfessionen stets zu unserer Theologischen Woche ein, aber ihre Teilnahme ist zurückhaltend. Es kamen aber anglikanische, methodistische und andere protestantische Gruppen, die unsere Angebote nutzten und unsere Kurse besuchten.

Mit welchen theologischen Zusammenschlüssen/ Vereinigungen sind Sie (persönlich oder als Institut) verbunden?

Es bestehen keine solchen Verbindungen.

Wie können wir Ihnen helfen bei Ihrem innerkontinentalen Austausch und Austausch zwischen den Kontinenten?

Ich selbst bin Schotte, mein Assistent Mexikaner und das dritte Mitglied der Weißen Väter ist tansanisch. In unserer Theologischen Woche kommen Südamerikaner, Europäer und Inder sowie Besucher aus anderen afrikanischen Ländern. Die Unterstützung, die uns missio für unsere Theologische Woche zukommen lässt, erweitert unseren Austausch mit anderen enorm. Wir hoffen natürlich, dass dies so weiterzuführen ist.


  1. Interessant wäre u.a., ob die Kursteilnehmer auf gemeindlicher, diözesaner oder überdiözesaner Ebene tätig sind und ob ihre Kurse von Priestern, Ordensleuten oder Laien besucht werden.
  2. Interessant wäre u.a., ob die Mitarbeiter des Instituts Priestern, Ordensleuten oder Laien sind.